Schnauzertagebuch

unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

Ein alter Hund, das ist die Wundertüte schlechthin. Du siehst Deinen Hund, der plötzlich -extrem verlangsamt und unter Vermeidung jeder unnötigen Anstrengung- dein Partner sein will, aber nicht mehr kann.

Seit ungefähr 3 Wochen ist Spike bemüht, Herrchens Nähe nicht zu verlieren, aber trotzdem kraft- und schmerzsparend- alles Überflüssige zu vermeiden. Gasi geht er nur noch, wenn es sein muss. Er schmust, wie immer und sucht den Kontakt. Immer mehr legt er sich hin, um nicht stehen zu müssen. Die Treppen zu Herrchens Schlafzimmer erklimmt er nicht mehr, sondern begnügt sich mit dem Hundekörbchen im Erdgeschoss.

Der Tierarzt hat Hodenkrebs diagnostiziert, weitere Probleme aber ausschließen können. Haben wir anfangs den Leistungsschwund auf die hohen Temperaturen zu dieser Jahreszeit zurückgeführt, so sind Frauchen und Herrchen jetzt extrem besorgt, dass Spike am Ende seines Lebensfadens angekommen ist. Großer, wir brauchen Dich!

 

Die Schnauzerjungen werden alte Männer! Frauchen bezieht Herrchen in diese Aussage mit ein, das ist aber nur dem schlechten Licht geschuldet!

Spike scheint den Krallenkrebs überstanden zu haben. Eine weitere Nachuntersuchung im September hat keinerlei Anzeichen für weitere unangenehme Überraschungen ergeben.

Dafür hat es Benny erwischt. Der kleine Recke wurde entmannt, nachdem man am rechten Hoden einen Tumor entdeckt hatte. Somit hat sich die Zusammensetzung unseres Rudels zuungunsten der Männlichkeit verschoben.

Natürlich gehen wir (also überwiegend die Männer) nach wie vor in die Fährte. Seitdem wir keinen Druck mehr auf Benny und unsere Prüfungshoffnungen ausüben, scheint der Kleine auch Freude daran zu haben.

Der Riese hat dahingegen richtigen Spaß und ist mit Feuereifer dabei.

Hier wartet Spike, gut getarnt, auf Benny’s Einsatzbefehl zum Verjagen des Postbotens.

Gestern besuchten uns unsere Riesenschnauzerzüchter. Neben dem freundlicherweise durchgeführten „Sommerschnitt“ (Zwerg und Riese sehen aus wie Zwillinge, von denen einer nur zu heiß gebadet wurde), war natürlich Spikes Gesundheitszustand ein Thema.

Herrchen, nach der Diagnose am Boden zerstört, und Frauchen – ihre ganze Zuwendung auf beide Schnauzer verteilend- waren die Details der Diagnose völlig sch…egal. Aber Profis wissen es halt besser, dass Krebs nicht gleich Krebs ist.

Gerade vom Verbandswechsel zurück – Spike geht es etwas besser …er hinkt nicht mehr, entlastet nicht und macht einen ausgeglicheneren Eindruck – hier der Originalbericht. (Schwärzungen sind von Herrchen nachträglich eingefügt worden.)

Krebsdiagnose2

Spike leidet. Nach dem am Freitag durchgeführten Fädenziehen, fing der Riese gestern mit leichtem Hinken an. 2-3 Schritte hinkend, dann wieder stundenlang normal. Abends fing er an, die Hinterpfote zu entlasten. Frauchen opferte ihre Nachtruhe, um bei dem Riesenschnauuer zu sein. Gegen 0:15 rief sie in der Klinik an. Spikes Pfote ist warm und leicht geschwollen, er selbst unruhig und steht neben sich. Seine Temperatur ist mit 38,4 ° nicht wirklich kritisch.

Heute hatte Dr. Popp Notdienst, und er sah sich den leidenden Riesen an. Entzündung = Spritzen und neuer Verband.

Hat sich beim Fädenziehen was in die Löcher hineinsetzen können?

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Chronik