Schnauzertagebuch

unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

Schon seit Tagen hat unser Zwerg Probleme mit seinem Stuhlgang. Spike wurde dieses mal von dem Problem verschont, es traf den sonst so robusten Benny!
Ein Tierarztbesuch im letzten Jahr (klingt weit weg, war aber Anfang der Woche), sollte Abhilfe schaffen.
Spritze in den kleinen Zwergschnauzer rein, den Kleinen auf Diät gesetzt (nur Hühnchenfleisch!!!) und alles sollte wieder in Form kommen.
Aus Sicherheitsgründen bekam Frauchen eine bereits aufgezogene Spritze mit.

Heute morgen traf Frauchen beinahe der Schlag! Unser neu vorgerichtetes Wohnzimmer, mit Rauputzwänden, sah aus wie eine Bahnhofstoilette ! An sage und schreibe vier Stellen hatte sich der kleine Mann deutlichst verewigt.
Gottlob war die Menge zwergentypisch, sonst hätte Spike vielleicht noch unter Verdacht gestanden.

Weder Herrchen, noch Frauchen haben jemals eine Spritze gesetzt. Also gab es eine kurze Diskussion, wer den jetzt den leidenden Zwerg nadeln und stechen soll.
Dem Totschlagargument, dass Herrchen schon beim Anblick einer Nadel in Ohnmacht fällt, konnte sich Frauchen nicht entziehen!

Kurz entschlossen schnappte sich Frauchen die Spritze, bildete eine Hautfalte, ließ die Luft aus der Nadel und spritzte das „Scheißerchen“ wie eine erfahrene Tierärztin.
Das Benny dabei nicht einmal zuckte hatte aber bestimmt nichts mit Frauchen zu tun, sondern mit Herrchens liebevollem Streicheln!

Nach einem eher durchwachsenen Jahr 2015, wollen wir den gesundheitlichen und fährtentechnischen Problemen (Verleiter und Gegenstandsarbeit) im Jahr 2016 trotzen.

Wir wünschen allen Freunden, Bekannten und Lesern alles erdenklich Gute für 2016!

Die mit den Schnauzern lebenden Zweibeiner und
natürlich Benny & Spike!

Benny2015

Der Alltag hat das Rudel im Griff. Somit war hier lange Funkstille. Da Herrchen durch seinen Berufswechsel jetzt mehr Zeit für die Schnauzer hat, sollte hier auch wieder mehr Inhalt kommen.

Die gesundheitlichen Bedenken haben sich -Gott sei Dank- nicht bestätigt. Zwerg und Riese sind wohl auf!

Gestern Nachmittag (Sonnabend) strich und schlich unser Rudel über ein frisch gepflügtes Feld. Da Herrchen sich beim Sport schwer verletzt hat, war es ein Hinken und Humpeln, das jeden mitfühlenden Zeitgenossen veranlasst hätte, die „Dringende Medizinische Hilfe“ zwecks Reanimation zu rufen. Nicht so die „Herrin des Rudels“! Frauchen meinte, ein seit Jahrzenten nicht ausgeheilter Muskelriss sei eine Bagatelle und kein Grund zum Wehklagen.

Der Traumacker versetzte Frauchen in den Rausch des Fährtens …für uns! Zwerg und Frauchen sind diesbezüglich stark am Abtrainieren*! Um den Schmerzen (physisch und psychisch 😉 ) zu entgehen, schlug Herrchen vor: „Ich lege jetzt die Fährte und lasse Spike morgen früh suchen.“ Gesagt, getan!

Eine ca. 1500 Humpelschritt-Fährte stampfte und schwebte ich so gegen 16:30 Uhr in den lockeren Feldboden.

Heute Morgen (sonntags 7:15 Uhr!!!) standen Spike und Herrchen am Fährtenansatzstab. (3x dürfen Sie raten, wer sich zu Hause um Zwerg und Frühstück kümmerte.  😆 )

Einem erstklassigen Fährtenansatz folgte ein erstaunter Schulterblick meines „Super-Spitzen-Fährten-Finde-Riesenschnauzers“. Ein zweites „SUCH!“ und es ging los. Mit geräuschvollem Ein- und Ausatmen und einem für Spikes Verhältnisse gemächlichen Suchtempo arbeiteten wir uns durch die ungewöhnliche Fährte durch. Deutlich war zu sehen, dass eine Fußspur schräg nach außen verdreht lag und danach in größerem Abstand ein gerader Fußabdruck folgte. Von drei gelegten Gegenständen fand der „Satans Meute-Suchgott“ zwei – der letzte war einfach nicht auffindbar („Vom Winde verweht“?!). Beim  völlig selbstständig gefundenen Jackpot angelangt, schwebte Herrchen vor Stolz.

Vielleicht sollten wir beiden „alten Herren“ doch noch einmal bei einer IPO-FH-Prüfung antreten?

*Abtrainieren = Schmusen + Daumen drücken!

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