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26
2010

Delmenhorst Tag 2 & 3

Jeweils das Standardprogramm, Fährten für Benny und doppeltes Schutztraining für Spike, dazu Unterordnung.

Benny entwickelt sich zu einer "never-ending-story". Beim Schutzdienst -darf man das bei einem so kleinen und lieben Hund überhaupt so nennen?- verweigert er stur wie ein Maulesel das Beißwürstchen. Vom Widerstand des Kleinen angespornt, bemüht sich Ingo mehr, als er müsste.
Freitag: an denEnden eines Strickes befinden Bennys Quietschmonster und die Beißwurst. Abwechselnd werden ihm diese als Beute angeboten. Benny unterscheidet genau, wann es sich lohnt, einen Angriff auf die Beute zu starten. Stolz trägt er sein quietschendes Untier vom Platz! 
Sonnabend: Das Quietschtier wird (mit Zustimmung) zerstört und ans Ende der Beißwurst montiert. Dieser geniale Einfall von Ingo lässt Benny auf beide (kombinierten) Teile abfahren. Im sicheren Gefühl des Sieges überlässt Ingo nach einiger Zeit Benny das Quietsch-Wurst-Konstrukt. Zur  allgemeinen Heiterkeit, fällt die Beißwurst ab und Benny trägt erneut -stolz wie ein Schnauzer sein kann- sein Quietschmonster erhobenen Hauptes vom Platz. Szenenapplaus klingt von den Zuschauerplätzen auf, die eindeutig dem Zwerg mit dem großen Selbstvertrauen gelten. Ingo nimmt es sportlich und kann herzhaft über unseren kleinen Hundemann lachen.

Spike hingegen hat ein schwereres Los mit Andreas gezogen. Dieser wechselt das leicht zu greifende Kissen des Vortages gegen ein für den Hund schwerer zu haltendes. Und jetzt hat Spike richtig Probleme! Der Anbiss sieht für mich Laien super aus, ist aber viel zu leicht. Schwupps, und schon hatte mein großer Schutzhund die Beute mal. Als Detlef Döring auch noch fordert, dem Hund wird nichts geschenkt, ist Spike chancenlos. Andreas ist so schnell und schon wieder ist der Anbiss nicht sauber- ich könnte heulen! Als Spike auf den Rücken fällt, reagiert Andreas gekonnt und lässt ihn -scheinbar erarbeitet- sofort seine Beute greifen! Ab jetzt scheint der Griff besser zu sitzen -oder spielt Andreas mit Spikes Stolz? 
In der "Nachbesprechung" legt er fest, dass Spike am Sonntag noch einmal das "leichte" Kissen bekommt, um mit einem Erfolg und Hochgefühl nach Hause zu fahren.
Wie wertet man einen Helfer -ausdrücklich hier ALLEN HELFERN ein Kompliment und meinen Respekt-, der sich bei diesem Pensum an Hunden und physischer Belastung die Zeit nimmt, auf die einzelne, kleine Hundeseele einzugehen? Das war ganz große Hundeausbildung!

Auch in der Unterordnung mit Heike und Willi machen wir Fortschritte. Videoauswertung und individuelles Training fördern die Teambildung immer mehr. Das, was Ingo in Dresden auf seine wundervolle Art angestoßen und geweckt hat, wird hier weiter gefördert. Danke an ALLE!

 

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