Oct
02
2010
| buddhistisch-pazifistischer Schutzhund |
der heutige Trainingssonnabend, brachte es deutlich zum Ausdruck: Spike hat die buddhistisch / taoistische Lehre des Wu Wei (Handeln durch Nichthandeln) absolut verinnerlicht. Nach einer absolut erfolgreichen "Unterordnung" (mit Sprung über die Wand bzw. A-Wand) und einer anschließenden, ausgiebigen Pause, sollte Schutzdienst stattfinden. Unser Helfer gab sich alle Mühe, den auflaufenden aufschleichenden Hund zu animieren. Spike fand die Regenwürmer, die Grashalme und die Erdkrumen viel interessanter. Mit stoischer Ruhe ließ er die Beute an sich vorbeiziehen, ließ sich anrufen und anstubsen. In buddhistischer Meditationsruhe verharrend, wartete er wohl auf den Beginn der Erleuchtungsphase. Nach kurzer Zeit beendeten wir das Trauerspiel - und erstmals seit langer Zeit hatte ich nach dem Schutzdienst noch so viel Energie, wie vorher. Hier stellt sich nun wirklich die Frage, ist Schutzdienst die richtige Disziplin für Spike. Seit dem Debakel in Delmenhorst ist es nunmehr das dritte Mal, dass Spike offensichtliches Desinteresse signalisiert. Wenn er gut drauf ist, geht er mit Eifer auf die Beute, ist er es nicht, stehen wir beide da wie "Max in der Sonne". Kann man so eine Schutzhundprüfung vorbereiten? Ist eine verstärkte Orientierung auf den Fährtenbereich sinvoller?
Fehlte nur noch, dass er sich so auf dem Platz präsentiert hätte:
Benny, unser Kleiner, hat Frauchen mit seiner Lernbereitschaft in der Unterordnung glücklich gemacht. Beim Erlernen des "Revierens" begreift er, was von ihm erwartet wird. Zwar ist es momentan nur eine Schutzwand, um die er herumflitzt, dafür aber mit Engagement und Freude. Frauchen ist stolz wie Bolle! |
"OM MANI PADME HUM"- ja für Menschen, aber für Riesenschnauzer???