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Silke und Lutz
:) Ein gesundes und unfallfreies neues Jahr und viel Erfolg bei euren Vorhaben wünschen euch Zwei- u...
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Schnauzertagebuch 2010

Apr
09
2010

1. Hundeausstellung –(Dresden 2010) und Rudel Trinks

Ich will ALLES mit “Einstein” (Spike) ausprobieren; das Komplettprogramm erleben . Dementsprechend gehört auch das Show-Programm der Ausstellungen dazu.

Doch der Reihe nach:

Dem siegenden Hund und seinem Hundeführer zollen wir neidlos unseren uneingeschränkten Respekt. Ein optischer Herkules, der mir persönlich ein bisschen zu groß erschien (sind nicht 70 cm das Maximalmaß???), machte das Rennen. Einstein mit seinen 68 cm sah gegen diesen Riesenschnauzer verdammt klein aus. Ich betone ausdrücklich, dieser Eintrag ist kein “Nachtreten”, sondern ich kann mit einem zweiten Platz als Erstaussteller durchaus umgehen. 

Gemeldet hatten wir in der offenen Klasse. Ursprünglich war Herr Nagel als Richter geplant. Warum dieser die Bewertung nicht durchführen konnte, wurde uns nicht mitgeteilt. Diese –mit Sicherheit nicht dankbare Aufgabe- übernahm Frau M. Felsche. Dabei ließ der Veranstalter (VDH) völlig außer Acht, dass diese Richterin somit die Hunde aus ihrer eigenen Zucht bewerten musste. Cris vom Rohrteich, der spätere Sieger, begrüßte seine Züchtermutti stürmisch. Warum nur hatten wir das Pech, direkt auf einen Hund der Richterin zu treffen? Wie erwartet fiel die Bewertung -nach unserem individuellen Eindruck-relativ einseitig aus. Wir haben leider zu wenig Erfahrungen, um unser ungutes Gefühl mit Fachwissen untermauern zu können, aber das Fachpublikum um uns herum, musste bei der Bewertung mehrmals laut lachen und verstärkte die starken Zweifel an der Objektivität der Bewertung.

Für uns, als Erstausaussteller, wäre es mit Sicherheit kein Problem, wenn man sagte, dass unser Hund nur Durchschnitt, gut oder –wie in unserem Fall- sehr gut sei. Aber wenn man den faden Beigeschmack der Vetternwirtschaft und der “Verarsche” hat, dann tut das weh und hilft außer dem Ego des momentanen Nutznießers keiner PArtei (PSK, VDH, Hundehalter).

"Sehr geehrte Frau Felsche, wenn Sie wieder einmal einen Hund aus Ihrem eigenen Wurf richten sollen, wäre es eine große Geste, wenn Sie in diesem Fall die Entscheidung nicht nach Sympathie, sonder mittels eines neutralen Richterkollegen durchführen (lassen) würden. Sie würden somit für “Ihre Rasse” und für Ihre eigene Hundezucht  die Sicherheit, der Bewertung nach Rassestandards geben. So wie es in Dresden am heutigen Tag abgelaufen ist, “riecht es nach subjektiver Einschätzung zu Gunsten des eigenen Zwingers."

Dem Herrchen von Cris, Herrn M. Landgraf, gratuliere ich von ganzem Herzen zu seiner Bewertung “vorzüglich”. Da wir nicht züchten wollen, ist das Prädikat für uns sekundär und irrelevant.

Allen Mitgliedern des Hundesportvereines Dresden Weixdorf, die uns bei unserer allerersten Ausstellung so toll unterstützt haben, danken wir von ganzem Herzen. Besonders möchte ich Rita danken, die sich ca. 15 Minuten vor dem Richten bereit erklärte, Einstein (Spike) zu führen.  Hätte sie es nicht übernommen, wäre ich wahrscheinlich mit schlotternden Knien und ohne jede akzeptable Bewertung aus dem Ring gegangen. Dafür, liebe Rita, noch einmal herzlichen Dank.

       

 
Apr
14
2010

Kleiner Nachtrag

Der letzte Artikel hat für einigen Wirbel gesorgt. Das war nicht unsere Absicht!
Wir betonen noch einmal ausdrücklich, dass wir Cris vom Rohrteich und seinen Besitzern neidlos und vorbehaltlos gratulieren. Deren Integrität und Erfahrung stehen für uns außer jedem Zweifel!

Ob der sich nunmehr abzeichnenden Diskussion um den Rassestandard (exakt Widerristhöhe), verweise ich unkommentiert auf die Seite http://www.fci.be/nomenclature.aspx speziell auf das Word-Dokumen FCI - Standard Nr.   181 / 18.04.2007  /  D, zu finden unter http://www.fci.be/uploaded_files/181d2007_de.doc.

Wenn ich irgend jemandem mit meinem Beitrag "zu nahe getreten bin", bitte ich um Entschuldigung und die persönliche Kontaktaufnahme, um eventuelle Unannehmlichkeiten sofort persönlich aus dem Weg zu räumen. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Apr
20
2010

Hundeausstellung in Berlin 18.04.

leicht verspätet möchte ich über die Messe Berlin informieren.

Nach zweistündiger Fahrt, während der sich Spike / Einstein mustergültig benahm. (Wie nennt man einen tollen Hund eigentlich, der einen so edlen Namen trägt, offiziell auch so betitelt wird und von uns profan mit 5 Buchstaben verbal angespien wird. Allerdings bezweifle ich, dass er beim “Hier-Kommando” während der BH antrabt, wenn ich ihn pfüfungsordnungskonform aus dem Platz abrufe mit:”Einstein von der Satansmeute!!!” Vor Lachen würde er sich auf den Rücken werfen und in seiner unnachahmlichen Art alle Vier von sich strecken!)

Die Messe in Berlin war sehr gut organisiert. Der Vergleich zwischen Dresden und Berlin fällt zu Gunsten der Hauptstadt aus. Großzügig, professionell und ruhiger – so erlebten wir diese Messe. Allerdings waren in Dresden deutlich mehr Besucher anwesend, die uns nie zu nahe auf die Pelle rückten.

In Berlin traf Einstein seine Schwester Europa. Diese wunderschöne Hündin zickte doch tatsächlich ihren Bruder an! Ganz anders, deren Frauchen, deren Freundinnen und Bekannten und nicht zu vergessen die Züchterin! LEUTE – Ihr seid eine Spitzentruppe. Fremde so ungezwungen und herzlich aufzunehmen, dass war der Hammer! Obwohl wir uns nicht kannten, gehörten wir sofort in dieses eingespielte Team hinein. Allen, die an Einstein herumgezupft, herumgestriegelt, ihn mit Leckerchen bestochen haben, gilt unser Dank! Besonders danken möchten wir der Züchterin der Satansmeute, Frau Gabriele Silweschak, die Einstein im Ring führte.

Großspurig wollte ich ihn im Ring führen und war ernsthaft geschockt, als sie ihn mit einer unnachahmlichen Selbstverständlichkeit abnahm. Ihre Erfahrung und Einsteins gute Erziehung ;-) machten es möglich, dass sie ihn – auf Bohlendeutsch – megahammermäßig im Ring führte. Gabriele, als ich Dich im Ring kämpfen sah, war ich einfach nur froh, dass ich diese Aufgabe nicht übernommen habe!

Natürlich wäre es die Krone gewesen, hätten wir das “V” mit unserem 22-Monatshund in der offenen Klasse errungen. Daher unser Glückwunsch an Europa, die mit ihrer Bewertung “V1” die Ehre der Familie mehr als nur wiederherstellte!

Den Organisatoren, dem Richter und allen, die uns Neulinge umwuselten – Danke für diesen tollen Tag!

 
May
15
2010

Intensivwoche mit D. Döring und I. Blome

Momentan sind wir mit beiden Schnauzern Teilnehmer des o.g. Kurses. Details dazu können unter : http://hundesportweixdorf.wordpress.com/ nachvollzogen werden.

Beide Schnauzer schlagen sich wacker und machen (mit Frauchen und Herrchen zusammen) gewaltige Fortschritte.

 
May
21
2010

INTENSIV Trainingswoche – ein Fazit

Wir durften eine Woche lang sehr intensive Erfahrungen mit und rund um den Hund machen. Nette Hundesport-“Profis” ließen uns an ihrer Arbeit teilhaben. Dabei gaben Sie ihr Wissen vorbehaltlos an uns Neulinge weiter. Gibt es manchmal für einen Anfänger das Gefühl, man würde belächelt oder “nicht für voll genommen”, erklärten uns sehr sympathische Hundeführer, warum unsere Hunde jetzt so und nicht anders reagierten, verbunden mit Tipps, wie man die eine oder “andere Macke” abstellen kann. Meiner festen Überzeugung entsprechend, dass der Unterschied zwischen Amateur und Profi immer nur eine entscheidende Nuance entfernt ist, wirkten einige Hinweise sofort! Ein Supergefühl!

trainingswoche (28)

Da ich die Details der Trainingswoche im HSV Weixdorf-Blog veröffentlicht habe, gehe ich hier nicht mehr en detail auf die Inhalte ein!

Ausdrücklich persönlich möchten wir uns bei den –für uns Vier zuständigen- Protagonisten Frau Martina und Herrn Ingo Blome bedanken. Dieses Dreamteam muss man bei der Arbeit erleben, man kann es nicht beschreiben.

trainingswoche (100)

Während der laufenden Schutzausbildung schafft es Ingo, einen zweiten Helfer mit methodischen Hinweisen “zu füttern”, mir fast zeitgleich den Ablauf in Einsteins (Spikes) Kopf während der laufenden Aktion zu erklären, und den Hund vollständig kontrolliert in Bewegung und Aktion zu halten! Der Mann ist in seiner freundlichen und kompetenten Art einfach nicht zu schlagen, und hat vier Fans als Neuzugang zu verkraften!

Martina kümmerte sich um die Fährtenarbeit mit Charme und Sachverstand. Uns Amateuren half sie, einen Einstieg in diese Materie zu finden. Logische Erklärungen machten es uns leichter, unsere Hunde bei dieser Anstrengung zu verstehen. Ich habe diese Frau nur lächelnd, mit unwahrscheinlich viel Empathie und dabei doch so angenehm selbstbewusst erlebt. Zusammen sind diese beiden ein unschlagbares Duo!

Weiterhin sind wir dankbar: Sylvia Kellermann! Auch hier trafen sich Hundeverstand gepaart mit einem unwahrscheinlich netten Wesen! Als Teilnehmerin, die sich diesem Hobby schon vor Jahren verschrieben hat, gab sie uns sehr hilfreiche Tipps und “baute uns immer wieder auf”.

Euch allen Dreien danke ich recht herzlich für die Art und Weise, in der ihr Eurer Wissen in dieser Woche weitergegeben habt!

Den Vereinsmitgliedern des HSV Weixdorf, die aktiv oder passiv zum Gelingen der Woche beitrugen gilt meine Hochachtung und mein Respekt! Ohne Detlef und Rita wäre diese Veranstaltung nicht durchführbar gewesen! Ohne Sven hätte der Schutzdienst nicht ablaufen können, … Bárbara, Gabi, Marianne …

DANKE !!!

trainingswoche (2)

 
Jun
05
2010

Frustbewältigung

Nach der erfolgreich bewältigten Begleithundprüfung -wir waren stolz wie die Spanier- ...sieht die Welt heute nur noch grau und trübe aus!
Auf die simple Anfrage, welche Möglichkeiten der sinnvollen Weiterarbeit mit unseren Schnauzern es gibt, folgte im Zusammenhang mit der Schutzausbildung für Spike ein Ausspruch, der mich aufhorchen lies: "... das ist eigentlich vergebliche Liebesmüh'!" Die Begründung dafür lautet schlicht und ergreifend, weil unsere Hunde den ganzen Tag zusammen sind, hat Spike nicht genug Drang mit mir zu arbeiten.
  • Gibt es tatsächlich keine "Schutzhunde", die im Rudel zusammenleben?
  • Macht es bei dieser Einstellung eines erfahrenen Hundetrainers überhaupt Sinn, mit diesem das Projekt Vielseitigkeitsprüfung anzugehen?
Wenn es stimmt, dass das Problem immer am Leinenende ohne Karabiner hängt, sollte man dann nicht darauf achten, beide Leinenenden gleichmäßig zu motivieren?
Der vor einiger Zeit geäußerten Aussage: "Der Hund soll sich freuen, wenn er auf den Übungsplatz kommt!" füge ich hinzu: ... der Hundeführer auch!

Heute wurde mir dieser Spaß so richtig genommen!
 
Jun
29
2010

Begleithundeprüfung erfolgreich absolviert

Jubel, Freude, Gelassenheit!

Wir danken allen Sportfreunden, die uns dabei geholfen haben, die BH erfolgreich zu bestehen. Details folgen in den nächsten Tagen, jetzt sind wir erst einmal glücklich und zufrieden!

Danke:

  • Detlef
  • Ingo und Martina
  • Thomas
  • Sven
  • Rita
  • Kati
 
Jul
26
2010

Klarstellung

Vielleicht war mein Beitrag “Frustbewältigung” missverständlich. Daher ein paar Anmerkungen dazu:
Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass unser Hundesportverein am Hofladen e.V. in Dresden Weixdorf einer der besten Hundesportvereine der Region ist. Fortgeschrittene und Anfänger finden hier eine hervorragende Möglichkeit, gemeinsam mit ihrem Hund ihrem Hobby zu frönen. Ich würde unseren Verein jederzeit weiterempfehlen und habe das auch schon getan!

Wir sind ALLEN, die uns direkt und indirekt beim Bestehen der BH-Prüfung unterstützten, unendlich dankbar (sh. Artikel vom 30.05. 2010).
Überlegungen, wir würden uns nach erfolgreich absolvierter BH-Prüfung nunmehr zurückziehen bzw. “das Nest beschmutzen”, sind  aus der Luft gegriffen und entbehren jede Grundlage. Gerade weil wir mit unseren Hunden weiterhin im Verein arbeiten wollen, stellten wir die Fragen nach dem “Wie kann es weiter gehen?”! Wenn die Antworten darauf -in der Art und Weise ihrer Beantwortung- unbefriedigend sind (sh. unten) , sollten kritische Gedanken erlaubt sein. Mehr als einmal waren wir in unserer Arbeit am Hund das Ziel von Kritik, sehr oft helfender ( "Danke dafür und weiter so!") -aber auch destruktiver,da verletzend vorgetragen . Wir haben hier noch nicht einmal Kritik geübt, sondern nur Fragen gestellt, die sich für uns nach der Aussage: "... das ist eigentlich vergebliche Liebesmüh'!" ergeben.

 
Aug
13
2010

Fährtentraining mit Motte

Wieder einmal ließ Frauchen uns beiden großen Jungen allein. Sie schnappte sich Benny, um mit Katrin und deren Superheftig-Fährtenhund Motte zu fährten.

Leider habe ich -wirklich aus Rücksicht auf die beiden "Kleinen" - auf diese Lerneinheit verzichtet. Claudia kam schwärmend über die vielen neuen Eindrücke und die angenehme Art von Katrin zurück.

"Benny hat das gemacht, Motte hat so gesucht, Katrin hat das gesagt, ich habe jenes gedacht,..." - Luft holen Mädel! So begeistert habe ich Frauchen in letzter Zeit nur selten gesehen! Aber denkt einer auch nur, sie hätte gefragt, was wir beiden Großen unternommen haben?

Dabei habe ich extra für Spike eine große Bockwurst (immerhin 2,50 €) im Großen Garten springen lassen. Ausgelassenes Spiel und abwechselnde Elemente der Unterordnung haben uns immerhin fast zwei Stunden lang in Beschlag genommen.

Dieses getrennt durch die Botanik latschen hat echt den Nachteil, dass man zwar seinen Hund bestens an sich bindet, aber es leidet ä bisl das Eheleben!

 
Aug
17
2010

Trainingswoche - zweiter Teil

Morgen, Mittwoch 18.08., geht es zur Neuauflage der Trainingswoche mit Ingo Blome und Detleff Döring. Da uns die Maiwoche so unwahrscheinlich viel brachte, sehen wir voller Erwartung den Trainingseinheiten entgegen."Alte", neugewonnene Hundefreunde wiedersehen, eingeschliffene Fehler entdecken, neue Anregungen erhalten - wir sind voller Vorfreude.

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Um unter den anderen Hunde nicht sonderlich aufzufallen, haben wir Benny gestern noch einmal zum Hundefriseur unseres Vertrauens gebracht. Kathrin Gläser hat ein Superhändchen für unseren Zwerg. Nach der Behandlung weiß man auch wieder, warum die Rasse ZwergSCHNAUZER heißt. Benny ist -bis auf den Brustfleck- eine 1:1-Bonsai-Ausgabe unseres Riesenschnauzers.

Unsere Hunde müssen mit uns in einem kleinen Wohnmobil auskommen. Wie soll das gehen? Schon wenn Frauchen und Herrchen darin zusammen sind, wir es eng (ja, ja, Ich höre schon den Spruch: "Ein Mann ohne Bauch ..."). Benny, der Zwerg, vertut sich. Spike hingegen ist ein echter Platzbeansprucher. Und Riesenschnauzerhalter wissen, hier gilt der Spruch: Wo mein Körper ist, kann kein anderer Körper sein. Wenn wir das durchstehen, kann unser Rudel mit der Nummer im Zirkus auftreten.

 

 
Aug
23
2010

Ankunft in Delmenhorst - Tag 0,5

Um es kurz zu machen, wir könnten mit unserer Wohnmobilnummer jederzeit im Zirkus Sarrasani (für Dresdner der Inbegriff eines höchstklassigen Zirkusses) auftreten. Die Fahrt -ca. 500 km- verlief problemlos und unser "Großer" begriff sehr schnell, dass er nach einem kurzen Sprung auf Herrchens Bett wahnsinnig viel Platz hat. Danke für die Sandkörner und Grasbatzen in meinem Bett!

Unsere Ankunft gegen 19:00 Uhr war leicht chaotisch, suchten wir doch den besten Platz für Hund und Mensch. Nach einem kurzen Rangierchaos, beginnend beim -wie sich nachher herausstellen sollte- "richtigén" Stellplatz, über den optimalen Platz -leider für Ausbilder reserviert- ging es über die Station freundliche Audiparkerin umrangieren (ohne Strom, da unser Kabel zu kurz war) zum Endstellplatz mit Nachmittagsschatten. Somit waren wir schon bekannt, noch bevor wir uns bekannt gemacht hatten. Danke Frauchen für den erstklassigen Einstand!

Fertig, wie wir waren, nahmen wir die Herausforderung "Schutzdienst" an. Was sollte schon passieren, beide Hunde hatten sich die siebenstündige Fahrzeit teilweise im Land der Träume aufgehalten. So ausgeruht muss Schutzdienst eine willkommene Abwechslung sein!

Ein freundlicher  - und wie sich später herausstellen sollte sehr engagierter und kompetenter - Helfer namens Andreas nahm sich unserer an. Auf dem Platz bemerkte Spike für sich:"Ach ist der Rasen schön grün! Ach ist der Rasen ... Lass den Mann doch mit dem Kissen wedeln, ich hatte ein viel schöneres, mit Blümchen drauf und sooo weich!"
Alle Versuche des sehr erfahrenen Mainzers scheiterten an der Ignoranz eines desinteressierten Riesenschnauzers und eines "in den Seilen hängenden" Hundeführers.  Getreu des Mottos: "Schön aber doof" standen wir wie die begossenen P... (ich will keine leistungsbereitere Rasse beleidigen) auf dem Platz.

Unser Einstand am ersten Abend war das klassische Debakel.

 
Aug
23
2010

Delmenhorst - Tag 1

Wie jetzt? Wir fahren quer durch Deutschland, um mit Martina und Ingo zu trainieren, und jetzt erfahren wir, dass wir mit "irgendeiner Heike" und "irgendeinem Wilhelm" üben sollen?! Gestern haben wir uns als Deppen der Nation präsentiert und heute so etwas! Wer ist das, was können die, wie gut sind die?

Eine Dame, die mir in ihrer Art gestern schon auffiel, wird uns als Ausbilderin vorgestellt. Nach einer kurzen Phase des "Beschnupperns" wird klar, Heike weiß was sie will und wie sie es rüberbringen muss. Binnen weniger Minuten steht fest, "mit ihr werde ich warm!" und kann sehr viel für meine Hunde lernen. Ihre Rhetorik ist bestechend, ihre Fragestellung führt einen Anfänger direkt zum Kern der Probleme. In der Einstimmungsrunde benenne ich kurzerhand mein tatsächliches Hauptproblem - Spielen mit Spike. Immer wieder höre ich: "Du spielst nicht richtig mit deinem Hund!"
Wenn die Dame so gut ist, wie ich hörte, dann kann sie mir hier sicherlich helfen! Und wie sie mir, in Zusammenarbeit mit Wiebke, einer Gruppenteilnehmerin, half. Hätte ich vorher gewusst, wie sehr ich vor Spike "die Hosen runterlassen muss", ich hätte als Schwerpunkt Gruppenkuscheln gewählt! Fakt ist, meine anfängliche Hoffnung:"Wenn ich am Sonntag sagen kann, ich weiß wie man mit einem Hund richtig spielt, wäre ich glücklich!" wurde mehr als bestätigt. Die Zeit war zu kurz, um das Spielen zu festigen, aber die Basis wurde 100-%-ig gelegt. Heike, wenn Du dass hier liest:" Ich hab's begriffen" und übe zu Hause mit meinem "Pampers-Rocker"!

Alles in Allem kann ich zu Heike und Willi nur sagen, für mich war es unter diesen Bedingungen optimal, von und mit ihnen zu lernen und wir würden von Dresden nach Cuxhaven fahren, um bei diesen Ausbildern zu lernen. 

Frauchens Intension der Fährtenarbeit mit dem Bonsai-Schnauzer wurden hier ebenso trefflich bedient, wie mein Problem des sich "gehen lassens".

War Frauchen nach dem "Motte"- Fährten-Einsatz schon begeistert, so fand sie hier dazu wieder eine absolute Fährtenspezialistin, die ihr Wissen nicht für sich behielt.

Im Schutzdienst kam der gestern schon angesprochene "Helfer" Andreas erneut zum Zuge. Mit unwahrscheinlich viel Sachverstand und der deutlich zu spürenden Lust an der Ausbildung baute er Spike Stück für Stück auf.
Vormittagseinsatz zum Beschnuppern und Bestätigen nach der Pleite des Vorabends und ein Nachmittagstraining mit dem Ziel, Spike die Freude am Schutzeinsatz zu vermitteln.
Andreas schenkt Spike nichts, lässt ihn aber gewinnen. Mir erklärt er nebenbei noch die Grundlagen -und schon rennt er wie ein Sprinter vor Spike hin und her und lässt ihm gerade so die Chance, das Kissen zu greifen. Wo nimmt der Mann nur seine Kondition her? Ich war nach maximal zehn Minuten "physisch scheintot", Andreas steht trotz der Doppelt- oder Dreifachbelastung lächelnd und ruhig zur Auswertung bereit. Ist er vielleicht Fahrradkurier mit der täglichen Strecke Mainz - Dresden, oder werde ich richtig alt? (DAZU BITTE KEINE KOMMENTARE !)

Frauchen und Benny wurden direkt von Ingo in den Schutzdienst eingewiesen. Ingo -im Schutzanzug vor unserem ach so gefährlichen Zwerg knieend- knüpfte an den ersten Dresdner Schutzstunden vom Mai an. Ihm haben wir es damit Großteils zu verdanken, dass Benny sich überhaupt von Fremden anfassen lässt.
Hier traf Ingo jedoch auf einen sturen Zwergschnauzer. Nur Bennys quietschendes Lieblingsspielzeug animierte ihn zu Aktionen.  Seine Weigerung die Beißwurst oder eine hundesportliche Alternative zu benutzen wurde zum "running-gag" der Trainingswoche.
Einer der -für mich- ganz Großen des Hundesports, ließ sich tatsächlich von unserem  "Westentaschenhund" herausfordern. Heute -sorry Ingo- ging es 1:0 für den Kleinen aus.

Ob in der Fährtenarbeit (Benny), im Schutzdienst (Spike & Andreas; Benny & Ingo) oder der Unterordnung (beide Schnauzer) - der erste Tag war voller neuer Eindrücke und für unser Level bestens personell untersetzt!

 
Aug
26
2010

Delmenhorst Tag 2 & 3

Jeweils das Standardprogramm, Fährten für Benny und doppeltes Schutztraining für Spike, dazu Unterordnung.

Benny entwickelt sich zu einer "never-ending-story". Beim Schutzdienst -darf man das bei einem so kleinen und lieben Hund überhaupt so nennen?- verweigert er stur wie ein Maulesel das Beißwürstchen. Vom Widerstand des Kleinen angespornt, bemüht sich Ingo mehr, als er müsste.
Freitag: an denEnden eines Strickes befinden Bennys Quietschmonster und die Beißwurst. Abwechselnd werden ihm diese als Beute angeboten. Benny unterscheidet genau, wann es sich lohnt, einen Angriff auf die Beute zu starten. Stolz trägt er sein quietschendes Untier vom Platz! 
Sonnabend: Das Quietschtier wird (mit Zustimmung) zerstört und ans Ende der Beißwurst montiert. Dieser geniale Einfall von Ingo lässt Benny auf beide (kombinierten) Teile abfahren. Im sicheren Gefühl des Sieges überlässt Ingo nach einiger Zeit Benny das Quietsch-Wurst-Konstrukt. Zur  allgemeinen Heiterkeit, fällt die Beißwurst ab und Benny trägt erneut -stolz wie ein Schnauzer sein kann- sein Quietschmonster erhobenen Hauptes vom Platz. Szenenapplaus klingt von den Zuschauerplätzen auf, die eindeutig dem Zwerg mit dem großen Selbstvertrauen gelten. Ingo nimmt es sportlich und kann herzhaft über unseren kleinen Hundemann lachen.

Spike hingegen hat ein schwereres Los mit Andreas gezogen. Dieser wechselt das leicht zu greifende Kissen des Vortages gegen ein für den Hund schwerer zu haltendes. Und jetzt hat Spike richtig Probleme! Der Anbiss sieht für mich Laien super aus, ist aber viel zu leicht. Schwupps, und schon hatte mein großer Schutzhund die Beute mal. Als Detlef Döring auch noch fordert, dem Hund wird nichts geschenkt, ist Spike chancenlos. Andreas ist so schnell und schon wieder ist der Anbiss nicht sauber- ich könnte heulen! Als Spike auf den Rücken fällt, reagiert Andreas gekonnt und lässt ihn -scheinbar erarbeitet- sofort seine Beute greifen! Ab jetzt scheint der Griff besser zu sitzen -oder spielt Andreas mit Spikes Stolz? 
In der "Nachbesprechung" legt er fest, dass Spike am Sonntag noch einmal das "leichte" Kissen bekommt, um mit einem Erfolg und Hochgefühl nach Hause zu fahren.
Wie wertet man einen Helfer -ausdrücklich hier ALLEN HELFERN ein Kompliment und meinen Respekt-, der sich bei diesem Pensum an Hunden und physischer Belastung die Zeit nimmt, auf die einzelne, kleine Hundeseele einzugehen? Das war ganz große Hundeausbildung!

Auch in der Unterordnung mit Heike und Willi machen wir Fortschritte. Videoauswertung und individuelles Training fördern die Teambildung immer mehr. Das, was Ingo in Dresden auf seine wundervolle Art angestoßen und geweckt hat, wird hier weiter gefördert. Danke an ALLE!

 
Aug
26
2010

Delmenhorst Tag 4

Abreisetag, man, da will jeder die Heimreise antreten. Ca. 400 Kilometer mit Frau und zwei Hunden, das ist kein Pappenstiel. Mit unseren Gedanken bereits auf der Autobahn, gehen wir zum letzten Schutztraining.

Spike handle ich kurz ab, Andreas hat sein Versprechen gehalten und Spike bestärkt. Mit erhobenem Haupt gingen wir beide vom Platz. Zwei Hunde nach uns, das ist Benny! Schafft es der kleine Held, Ingo erneut Paroli zu bieten, oder kann dieser mit seinem enormen Potential unseren Zwerg überzeugen.

Ingo wähnt sich clever - mit einem Futterkissen bewaffnet will er Benny umstimmen. Futter, dass ich nicht lache! Benny frisst nur, wenn er wirklich Hunger hat (oder Hundeschokolade). Armer Ingo, hier wirst Du keine Chance haben!

Doch wie gut Ingo ist, das sollte man nie unterschätzen!

Statt Futter in das Kissen zu füllen, steckt er vor Bennys Augen dessen Quietschmonster hinein. Armes kleines Haustier! Im Angesicht des Verlustes seines heißgeliebten Gummitieres, schmelzen alle Prinzipien dahin. Erst zögernd, dann immer aktiver ging Benny auf das Quietschfutterkissen. Als er es zu guter Letzt auch noch stolz vom Platz trägt, weiß jeder - Ingo hat die Herausforderung mit Bravour gemeistert!
Der Applaus galt -völlig zurecht und wohlverdient- einem erfahrenen Hundetrainer, der sich nicht "zu fein" war, einen Schoßhund mit den Mitteln eines Gebrauchshundes zu trainieren!

Unser Fazit: Die Woche war, trotz ihrer vorrangigen Ausrichtung auf den Schutzdienst, für unsere beiden Schnauzer und uns Hundehalter ein voller Erfolg.

Wir danken allen Organisatoren, Helfern und helfenden Hundesportlern von ganzem Herzen für die wirklich tollen Tage in Delmenhorst und kommen gern im nächsten Jahr wieder
-so man uns mit unserem Wohnmobil überhaupt wieder auf den Platz lässt .

Danke speziell an:

  • Tina und Ingo
  • Heike und Willi
  • ANDREAS (soll ich von Spike aus so groß schreiben)
  • Wiebke
  • Angelika und Heiko (für den informativen Abend )

 
Sep
03
2010

Schäferhündin in Not - was tun

Von einer Frauchenbekannten haben wir gerade erfahren, dass eine zweijährige (wohl reinrassige) Schäferhündin, schon durch viele Hände gegangen, kurz vor dem totalen Knockout steht.

Irre und bekloppt, wie wir sind, geben wir uns wirklich dem Gedanken hin, das Hundemädel zu adoptieren. Getreu dem Gedanken, wenn man schon mit zwei "richtigen Hunden" [entsprechend unseres Leitsatzes: "Schnauzer, alle anderen sind nur Hunde!"] nicht zurecht kommt, kann man auch noch eine Schäferhündin verziehen.

Vielleicht kann man in einer kurzen Revierbeschnupperphase herausbekommen, wie sich unsere beiden Schnauzer einer Dame gegenüber verhalten.
Eifersucht wird dabei wohl eine große Rolle spielen, hat sich Benny doch voll an Frauchen und Spike (Einstein) vollständig an mich gebunden.

Wie macht man es richtig? Das war der geniale Einstieg ins Wochenende!

Hundehalter gibt es ...

 
Sep
05
2010

Wir gehen fremd - und sind stolz darauf

Dem -meinerseits umstrittenen- Ausspruch: "Todesstrafe für Kinderschänder" möchte ich eine gelindere Alternative hinzufügen:

Bastonade für Hundequäler!

Sonnabend: Wie befürchtet, haben wir uns die geschundene Deutsche Schäferhündin angesehen. Zerlumpt, Schrunden, Schuppen und geschlagen - aber Augen, die ein Herz erweichen. Wo findet man für so ein Tier Hilfe? Natürlich im eigenen Hundesportverein. Kontrolle der Papiere - Impfungen waren o.k. . Ins Auto konnte ich sie nicht nehmen, unsere Schnauzer fahren immerhin später darin. Also bewältigten wir einen Fußmarsch, der für mich Konditionsembryo nahe an der Landstreicherei dran war. Isoliert, aber mit viel menschlichem Kontakt, erhielten wir hier die fachliche Hilfe, die wir brauchten und Armina (lat. die Kämpferin) Zuwendung, die sie wohl noch nie in ihrem knapp zweijährigen Leben außerhalb des Zuchtzwingers erfahren hat. Allen anwesenden Vereinsmitgliedern ein dickes Kompliment, für die Unterstützung! Kati, Deine "erste Hilfe" Rasur war super und extrem hilfreich, der Gestank ist heute schon erträglich.

Zurückbringen ging nicht (war so vorher sicherheitshalber abgestimmt), also Hundepension organisieren - sonnabends nachmittags ähnelt das dem Spiel "Reise nach Jerusalem". Mit vielen unbekannten Helfern aus dem Tierschutz gelang das Kunststück und ab ging es nach Niederau.

Sonntag: Nach einer unruhigen Nacht, mit vielen ungeklärten Fragen, kam der Moment des Zusammentreffens mit dem -noch nüchternen- Hundebesitzer. Langer Rede -kurzer Sinn: Für einen stolzen Betrag kauften wir ihm Armina Team vom Niemberger Eck ab. Die Frauchenbekannte, die uns in die ganze Sch... eingebrockt hat (und das meine ich in Bezug auf den Saustall und die Hündin wörtlich), war in der Zwischenzeit aktiv und hat eine Tierpension in Ebersbach organisiert, wo Armina von einer sehr kompetenten Dame wieder aufgepäppelt werden kann.

Wir stehen emotional immer noch zwischen "Baum und Borke". Weggeben oder ins Rudel integrieren? Da wir den Kontakt zwischen den drei Hunden vermieden haben, wissen wir immer noch nicht, wie unsere beiden "Schwarzen" auf die "Schwarzbraune" reagieren.

Wenn Sie jemanden kennen, der einen kennt, der einen kennt, der einen rassereinen DSH adoptieren will, so behalten Sie es bitte für sich!
Sollten Sie sich dahingegen sicher sein, dass ein echter "Hundemensch" einer dankbaren Schäferhündin mit einer sehr unglücklichen Vorgeschichte behilflich sein will, dann kontaktieren Sie mich bitte.

Hier die Daten:

  • DSH-in
  • SZ-Band: 108 / 2214259
  • geb.: 10.11. 2007
  • wahrscheinlich "Westlinie" (ich kenne mich damit nicht aus), also die, mit dem niedrigen Geläuf

armina1
armina4
armina3
armina2
armina5

(Bilder nach einem Tag in "Freiheit")

 

 

 

 
Sep
24
2010

Hilfe für Armina

Das Tagebuch etwas missbrauchend, bitten wir alle Leser und Interessenten:

Wenn Sie uns bei der Suche nach einem neuen Herrchen / Frauchen für unser "Patenkind" Armina unterstützen wollen, so drucken Sie bitte unseren Hilferuf aus und platzieren ihn an geeigneter Stelle.

Danke für Ihre Hilfe und Ihr Verständniss, aber so langsam "rennt" uns die Zeit davon!

 
Oct
02
2010

buddhistisch-pazifistischer Schutzhund

der heutige Trainingssonnabend, brachte es deutlich zum Ausdruck: Spike hat die buddhistisch / taoistische Lehre des Wu Wei (Handeln durch Nichthandeln) absolut verinnerlicht.

Nach einer absolut erfolgreichen "Unterordnung" (mit Sprung über die Wand bzw. A-Wand) und einer anschließenden, ausgiebigen Pause, sollte Schutzdienst stattfinden.

Unser Helfer gab sich alle Mühe, den auflaufenden aufschleichenden Hund zu animieren. Spike fand die Regenwürmer, die Grashalme und die Erdkrumen viel interessanter. Mit stoischer Ruhe ließ er die Beute an sich vorbeiziehen, ließ sich anrufen und anstubsen. In buddhistischer Meditationsruhe verharrend, wartete er wohl auf den Beginn der Erleuchtungsphase. Nach kurzer Zeit beendeten wir das Trauerspiel - und erstmals seit langer Zeit hatte ich nach dem Schutzdienst noch so viel Energie, wie vorher.

Hier stellt sich nun wirklich die Frage, ist Schutzdienst die richtige Disziplin für Spike. Seit dem Debakel in Delmenhorst ist es nunmehr das dritte Mal, dass Spike offensichtliches Desinteresse signalisiert. Wenn er gut drauf ist, geht er mit Eifer auf die Beute, ist er es nicht,  stehen wir beide da wie "Max in der Sonne". Kann man so eine Schutzhundprüfung vorbereiten? Ist eine verstärkte Orientierung auf den Fährtenbereich sinvoller?

"OM MANI PADME HUM"- ja für Menschen, aber für Riesenschnauzer???

Fehlte nur noch, dass er sich so auf dem Platz präsentiert hätte:

Benny, unser Kleiner, hat Frauchen mit seiner Lernbereitschaft in der Unterordnung glücklich gemacht. Beim Erlernen des "Revierens" begreift er, was von ihm erwartet wird. Zwar ist es momentan nur eine Schutzwand, um die er herumflitzt, dafür aber mit Engagement und Freude. Frauchen ist stolz wie Bolle!

 
Oct
14
2010

Armina - neue Besitzer?

Wie bereits angekündigt, fand gestern Nachmittag das erste Aufeinandertreffen von den möglichen Neubesitzern und Armina statt.

Um es kurz zu machen: Nette, junge Leute, die gleich ihre Nachbarn mitbrachten, um allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen - tolle Idee und Respekt vor dieser Weitsicht! Weniger euphorisch, als ich dachte, war es ein nettes Aufeinandertreffen der beiden (möglichen) Rudelparteien. Armina benahm sich so, wie ich sie kenne: kontaktfreudig, unaufdringlich und zugänglich. Wenn alles klappt, hat Armina den 6-er im Lotto und die Interessenten einen lieben Familienhund. Daumen drücken !

Vorher war ich mit Spike noch für ca. eine Stunde in der Weite dieser idyllischen Gegend. Für einen Stadtmenschen ist es unnatürlich und unwahrscheinlich beruhigend, den Horizont so weit weg und unverbaut zu sehen. Mein "Junge" benahm sich mustergültig. Sein "Kalb austreibend", hörte er wie auf dem Hundeplatz. Schnüffeln, sprinten, W E I T E betrachten - ein Hundeleben kann so toll sein! Als er dann noch ein Flüsschen fand, um zu trinken, war seine Welt in Ordnung. Meine aber nicht mehr! Kann denn keiner den Hunden beibringen, dass Moder und Schlamm nicht nur dreckig sind (damit kann ich nunmehr leben) sondern teilweise bestialisch stinken??? Unser Auto war eine Duftoase für jede Schmeißfliege!

Hunde sind Nasentiere - das ich nicht lache!

Aber bei diesem Anblick darf er ALLES!

 
Oct
17
2010

Wochenende hundeintensiv

Gestern: Hundesport mit den beiden Rackern. Benny läuft immer noch im "Sicherheitsabstand", wenn er bei Fuß gehen soll. Frauchen lebt doch nicht auf "großem Fuß", warum also dieser Abstand??? Spike springt über die Wand und hat begriffen. was ich von ihm will. Beim Schutzdienst wurde ich mehr oder weniger deutlich weggelobt. Rita (die nette Dame von unseer ersten Hundeausstellung) nahm die Sache in die Hand. Spike kann, wenn er will -oder ich nicht dabei bin!

Heute: Fährtenarbeit mit Motte. Beide (Motte und ihr Frauchen) wissen, wovon sie reden (oder bellen). Sonntag Nachmittag, jeder "Normale" sitzt bei Kaffe und Kuchen und genießt das sonnige Wochenende. Nur ein paar Verrückte rennen über einen Acker, um ausgehungerten Hunden ihr Futter in atomisierter Form in extra dafür ausgelatschte Fußspuren zu legen. Nach der zweiten Fährte waren wir fertig. Motte-Mutti noch lange nicht. Mit ihrer unwahrscheinlich sachkundigen und zugleich sehr freundlichen Art, spornt sie uns an, den Hunden (und uns) noch mehr zu bieten.

Benny sucht konzentriert und zeigt die Gegenstände schon ziemlich deutlich an.  Er und Frauchen sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen. Sie versteckt die Gegenstände, er findet sie und zeigt (mal im Sitz, im Platz oder einer Mischung aus Beiden -der Boden ist ja auch sooo kalt!) die Gegenstände an. Frauchen freut sich wie ein Flummy darüber! 

Spike, unser Einstein, macht in dieser Phase seinem Namen alle Ehre. Mitten in der quer zur Furche laufenden Fährte erhebt er sich und späht regelrecht nach dem zu suchenden Gegenstand. Mein Freund- Du sollst die Nase benutzen! Also legen wir Fährte Nr. 4 (nur ganz kurz) und verstecken die Gegenstände so gut es geht hinter dem spärlichen Grün. Punkt - Satz- und Sieg! Nach einem kurzen (untauglichen) Versuch, geht die Schnauze wieder in die Fährte und bleibt dort bis zum Schluss. Danke Motte-Mutti!

Das Du Dir Deinen Sonntag für uns auf dem Acker um die Ohren schlägst - womit haben wir das verdient??? 

Fährtenprotokoll

 
Oct
22
2010

Fort Knox in Dresden

Nach 14 Tagen Freizeit mit Hunden, konnte ich den Wunschzettel von Frauchen abarbeiten. "Wir" wünschten uns ein absolut ausbruchssicheres Grundstück. Bis auf eine kleine Ecke, sind wir uns 100-%-ig sicher, dass kein Hund der Welt da rauskommt. Die Grenzschützer der ehemaligen DDR hätten an meinem Bauwerk ihre helle Freude gehabt. Sperrgestrüpp, Riesen-Sprung-Verhinderungs-Bretterzaun, äußerer Gartenzaun, das Ganze auf massivem Betonuntergrund mit Aufkantung nach außen. 

Also nutzte ich die vergangene Zeit, um

a) den Anti-Sprung-Zaun mit etwas grüner Farbe zu kaschieren 

b) die theoretische Fluchtmöglichkeit über den Komposthaufen und anschließendem weiten Hochsprung in Nachbars Garten zu vereiteln.

Somit haben wir jetzt mit Sicherheit die hässlichste Gartenumrandung ganz Sachsens, können aber mit etwas Kreativität ein eigenes "Mauermuseum" einrichten (Laufhunde haben wir ja).

Spikes Hilfe bestand während der ganzen Gartenarbeit darin, dass er mir beim Buddeln der Löcher tatkräftig zur Hand ging. Vielleicht hätte ich ihm noch etwas genauer zeigen müssen, wo die Pfähle zu setzen sind, denn er war immer so 1 - 30 Meter abseits dabei. Benny bewachte die ganze Aktion mit seinem Lieblingsspielzeug (wo hat er diese Uraltversion gefunden) und meldete potentielle Gartengrenzverletzer.

 

Ich bin "fertig auf den Knochen" und hoffe nunmehr, dass Frauchen nicht mit einer anstrengenden Hundeanimationsveranstaltung meinen wohlverdienten Wochenendbeginn unterbricht.

 

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Oct
23
2010

Pazifist wird aggressiv

Nach dem Debakel in der Schutzhundarbeit, hat sich unser Ausbildungswart Detlef echt Gedanken gemacht. Mein Vorschlag, Spike als Zuschauer mit Ignoranz zu strafen, rang ihm nur ein müdes Lächeln ab. Der Misserfolg war wohl vorprogrammiert. Detlef beobachtete unseren Wehrdienstverweigerer sehr genau. Seine -für mich schmerzliche- Analyse: Das Problem hängt am anderen Leinenende.

Wieder einmal ist es Rita, die uns hilfreich beiseite steht. Sie führt meinen Schmusebären zum Schutzdienst. Erfahren, wie dieses Team Detlef und Rita ist, beginnt Spike zu begreifen, was er eigentlich machen soll. Keine Spur mehr von Müdigkeit!  Damit wir uns nicht falsch verstehen, er sieht es immer noch als Spiel an, obwohl er heute das erste Mal nach Detlefs Aussage, kurz im angestrebten Aggressionsbereich gearbeitet hat.

Auch wenn ich offenbar zu bescheuert bin, Spike richtig zu führen, mit von Stolz erfüllter Brust verließ ich den Platz!

Toll, wenn die Profis ihr Können lausigen Amateuren zur Verfügung stellen.

 
Oct
25
2010

Fährte am Morgen

...vertreibt Kummer und Sorgen -oder so. Jedenfalls begab sich unser Rudel am Sonntagmorgen kurz nach 9:00 Uhr auf das Feld der Ehre. Ich betone: Hunde nüchtern, wie zur Blutabnahme, Frauchen und Herrchen vollgestopft mit einem leckeren Frühstück. So schön kann Hundeerziehung sein! Beide Hundejungen gaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten Vollgas. Was so ein bisschen Hunger alles bewirken kann.

Obwohl wir nur 5 1/2 Fährten legten (Päckchensuche in einer alten Fahrspur zählt nicht), vergingen doch zwei Stunden, die unseren Schnüffelnasen sehr viel abverlangten. Wieder zu Hause, schliefen sie den Schlaf der Gerechten. Schn..ze voll, lautete wohl das körpersprachliche Credo.

 

Fährtenprotokoll

 
Oct
30
2010

Küchenprofi

Wozu braucht Frauchen eigentlich einen Geschirrspüler, wenn wir doch einen Riesenschnauzer haben?

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Fährtenprotokoll

 
Nov
02
2010

Kurzbericht letzte Tage

Wir waren 2 x in der Fährte. Benny sucht intensiver (kein Wunder, er hat ja anatomisch bereits die Nase in Fährtenhöhe), Spike verweist etwas besser die Gegenstände. Benny in der Fährte zu sehen, "ist ein Bild für die Götter"! Er kriecht beinahe durch die Fährte. Wenn Frauchen die Leine nach den Gegenständen zu straff hält, wird er immer länger und befindet sich mit dem Bauch keine Handbreit über dem Acker. Der "Große" lässt sich noch zu leicht ablenken, findet jedoch die Fährte immer wieder.

Bei unserem Radfahr-Auspowern, hat es Spike doch tatsächlich geschafft, mir das Hinterrad zu demolieren. In einem Affenzahn (mit ihm am Rad fahre ich rechts an jedem Auto in unserer 30-er-Zone vorbei) sprang ich elegant über eine Bordsteinkante! Leider für das Hinterrad zu kurz! Die Delle in der Stahlfelge spricht für Spikes Kraft. Also mit  dem Hund am Rad selbiges zurückgeschoben. Seine Blicke sprachen Bände:"Das soll es schon gewesen sein?!"

Mit Frauchens Rad unter dem Allerwertesten ging es in die zweite Runde. Dieses Urmodel eines Fahrrades war eine Tortur  für meine Knochen. Keine Gangschaltung, die Sattelhöhe für einen Liliput eingestellt und mit einem sehr wackeligen Lenker ging es in den Großen Garten. Danach war ich scheintot.

 

Ein Anruf bei Arminas neuem Rudelchef ergab: Armina hat ihren Platz gefunden und gehört in die neue Familie. Menschen und Hund kommen prima miteinander klar und haben eine echte Bindung aufgebaut. Wir sind glücklich!

 
Nov
07
2010

Mundraub

Der gestrige Tag war für Spike und mich sehr ruhig. Frauchen musste arbeiten und hatte dafür Benny an ihre Eltern verkauft. Beim Abholen am Abend war Benny nicht sofort auffindbar. Erst in der Küche, am gedeckten Abendbrottisch, wurde er ausfindig gemacht - auf der Sitzbank. Während Spike und ich uns auf dem verregneten Hundesportplatz schafften, klaute Benny in aller Seelenruhe das Abendessen meiner Schwiegereltern. Der Vorzeigehund von Mutti als gemeiner Wurstdieb. Super!

Aber irgendwie muss er Spike davon erzählt haben. Beim heutigen Kaffeetrinken (gedeckte Tafel mit "Zuckerkuchen" und Streuselkuchen), stand auf einmal Spike in voller Größe mit den Vorderpfoten auf dem Tisch und bediente sich rasend schnell am Zuckerkuchen. Alles Pfui und "Lass es!" rufen war vergeblich. Beim Griff ins Maul konnte ich noch einen Krümel erspüren - mehr war nicht zu holen!

Mit dem unschuldigsten Blick der Welt wollte er wohl sagen: "Wieso habt Ihr mich nicht direkt eingeladen?"

Spike, hättest Du nicht gestern beim Schutztraining in genau diesem "Affentempo" den Arm greifen können? Ich wäre nicht nur stolz auf Dich gewesen, ich hätte Dir einen ganzen Zuckerkuchen gekauft ... nicht nur so ein jämmerliches Eckchen!

  • Ist Mundraub heute noch straffrei, oder zählt er zu den Straftaten?
  •  Wie straft mein einen "klauenden" Riesenschnauzer, wenn man sich das Lachen eigentlich nur schwer verkneifen kann?
 
Nov
08
2010

Er ist ein Model und er sieht gut aus ...

Unser "Dickerchen" (Benny) war heute wieder einmal beim Friseur. Kurze Absprache:"Nicht zu kurz bitte, denn unsere Hunde sind bei jedem Sauwetter draußen; schnauzertypisch und bitte nicht zu teuer!". Da Herrchen noch einen Termin in dieser Dresdner Ecke hatte, ließ ich Benny allein mit Kathrin (la bello). Nach kurzer Zeit kam ich zurück - Dickerchen??? Frisch geschoren (oder auch getrimmt) war aus dem stattlichen Hund mit der großen Klappe ein kleines Hündchen geworden. Schlank wie ein Windhund, die Rippen deutlich zu spüren (man muss nur tief genug drücken) und zu sehen, ein  beinahe idealgewichtiger Zwergschnauzer.

Liebe Susanne, die du uns ein schlechtes Gewissen eingeredet hast, den Familienfrieden in eine tiefe Krise gerissen hast, Benny auf eine sofort von Frauchen eigeleitete 100-%-Fasten-Zwangsdiät gesetzt hast- Fielmann gibt es auch in Berlin!!!Wink SCHNAUZER MÜSSEN SO SEIN - KOMPAKT UND KERNIG! (Das kleine Bäuchlein konntest Du nicht sehen, es hing ja viel zu tief unter dem Zwerg und gehört doch bei Zwergschnauzern zum Rassestandard ...sagt Frauchen!)


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Nov
10
2010

Spiel oder Ernst?

Vielleicht kann jemand mit richtigem Hundewissen uns hierzu einen Tipp geben?!  Es ist abends, beide Hunde waren beim Hundesport.

Nach ca. 1 Stunde das folgendes Szenario, auf welches wir uns keinen Reim machen können:

 

Die Qualität bitte ich zu entschuldigen, aber die Aufnahmen wurden mit dem zufällig griffbereiten Handy erstellt.

Wer weiß, was hier wirklich "abgeht", möge im Kommentar seine Hinweise geben. Danke!

 

PS: Das "Knurren" kommt von Benny! Nicht dass mir jemand sagt, mein Riese, der hier eindeutig der Friedfertige ist, schmatzt in Vorfreude auf die potenzielle Nachspeise!

 
Nov
12
2010

Wie wohl fühlen sich unsere Schnauzer?

... Benny jedenfalls "pudelwohl"!

 

 
Nov
24
2010

Spike in Eisenach

Nach einigem Hin und Her, haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt. Mitten im Winter -ja, wer sonst ist schon so naiv, und fährt bei der ersten Glatteiswarnung einmal quer durch die Republik- schnappen wir unser Wohnmobil, und verbinden Beruf mit Hobby. Spike sieht die Wartburg. Nachts angekommen, brauchen wir beiden Männer erst einmal etwas Zeit, um unser Zusammenleben auf ca. 6 qm zu organisieren. Die Nacht ist saukalt.

Da ich erst gegen Mittag arbeiten muss, schnappe ich mir Spike erst einmal zu einem ausführlichen Gassi. Nach dem Frühstück -für Spike, nicht für mich, geht es eine zweite Runde, diesesmal noch etwas weiter. Gegen 11:Uhr -Spike döst so vor sich hin- verabschiede ich mich von meinem Kumpel.

In der Unterrichtspause schleiche ich mich vorsichtig an den sicherlich heulenden Hund heran - nichts passiert. Hier könnte man mir glatt das Wohnmobil stehlen, Spike döste friedlich vor sich hin. Nach der zweiten Stunde begrüßt mich ein sichtlich ausgeruhter Riesenschnauzer, der nun voller Tatendrang sein Herrchen in Beschlag nimmt. Also große Gassirunde, Fahrt ins 7 km entfernte Wutha-Fanroda oder exakter: mitten in die bis dahin traumhaft unberührte Natur. Spike genießt seine Freiheit. Nach ca. einer Stunde erfolgt die Rückfahrt.

Ich hatte die Absperrung zwischen Fahrgastraum und Spikes Raum nicht richtig befestigt und schon hatte ich einen tollen Beifahrer. Schwach von mir, clever von Spike.

Zurück in Eisenach Gassi die Dritte. Was will man auch mit einem Riesenbaby in dem Wohnmobil anfangen? Die Gaststätte, die am Wege lag, besuchten wir gemeinsam. Spike benahm sich darin mustergültig - bis auf die andauernden Versuche, mir  ständig mein Würzfleisch streitig zu machen.

Jetzt schreibe ich hier, eine Hand auf der Tastatur, die andere am Spielzeug.

TOLLER HUND - SUPER SCHNAUZER  - geschafftes Herrchen!

 

PS: Körpernahes Spielen - vergesst alle Kurse und Bücher! Dieser Nachmittag / Abend im Wohnmobil ist die beste Trainingseinheit dafür.

 
Nov
28
2010

1. Advent

Frauchens Eingebungen sind manchmal schmerzhaft. Ihre gestrige Schnapsidee - "mitten in der Nacht" mit den Hundejungen Spazieren zu gehen (so gegen 8:00 Uhr), um etwas vom Sonntag zu haben, wurde heute sofort in die Tat umgesetzt.

"Wenn das erste Lichtlein brennt, der Schnauzer übern Acker rennt!"

Somit blieb also genug Zeit, um solche typisch weiblich determinierten Arbeiten wie weihnachtliches Schmücken und Saubermachen zu erledigen. Das dabei Spike nicht ausgelastet werden kann, merkte ich vor wenigen Minuten.

Unser etwas stürmisches Spiel wird dafür sorgen, dass ich morgen die Wundmale Christi tragen darf.
Mein Gott ist der "Große" schnell -oder werde ich zu langsam?

Schnauzer friedlich

So ein friedlicher Hund! Wink

 
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