unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

04 -April 2014

Frauchen hat Geburtstag. Eine Hundesport-Freundin bittet uns, auf den Hundeplatz zu kommen und mit ihren Junghunden mit zu üben. 

Eine der Übungen, die ihre Junghunde absolvieren müssen, besteht darin, dass eine Art Schlitten frontal in die Richtung des Hundes gezogen wird. Hinter Hund und Herrchen / Frauchen stehend, zieht ein Helfer den Schlitten an einer langen Leine auf das Mensch-Hund-Team zu. Auf diesem Schlitten befand sich eine Art übergroße Büste eines Pappkameraden, der verdammt an einen Vertreter eines ehemals durch Europa vagabundierenden, fahrenden Volkes erinnert. (Die wirken so gefährlich, dass man nicht einmal mehr Schnitzel nach ihnen benennen darf. Bei diesem grässlichen Abbild wäre mir der Appetit auch wirklich vergangen.)

Aus Jux und Tollerei versuchten wir das mit unseren Schnauzern auch. Spike strafte das Geschehen mit totaler Verachtung. 

Dann kam Benny mit Frauchen an die Reihe. Benny der Angsthase vor dem Herren, der sein großes Ebenbild immer wieder vor schickt. Ganz klar, auf sich allein gestellt würde der Zwergschnauzer sich hinter Frauchen in Sicherheit bringen, nach dem Motto: Friss die, da ist mehr dran!

Bei einem Abstand von ca. 8 Metern vor dem Zwerg, wird dieser vor Frauchen stehend starr. Dann groß und größer! Auf einmal ist ein tiefes, von uns noch nie gehörtes Grollen aus der Kehle des kleinen Reckens zu vernehmen. Benny kann wirklich bedrohlich knurren, das glauben wir jetzt nicht. Der „kleine Mann“ weicht keinen Schritt zurück und schützt sein Frauchen …das darf doch nicht wahr sein! Ist das wirklich unser Schmusehund?

RITTER BENNY DER STANDHAFTE – du hast uns stark beeindruckt!

Chronik