unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

09 – September 2008

Nach einem typischen Sonntagmorgen, entrümpelten wir den Dachboden. Bisher war Spike immer nur im Erdgeschoss geblieben. Doch dieses Mal kam er in die für ihn unbekannte 1. Etage. Gespannt, neugierig und vorsichtig untersuchte er das für ihn neue Reich. Als Benny zum Spielen mit nach oben kam, „ging die Post ab“! Der Dachboden hat mit Sicherheit noch nie solch eine wilde Jagd erlebt.
Dank seines Mutes muss ich den nunmehr 21 kg schweren Welpen die Treppe runter tragen = BodyBuilding für alte Männer!

Unser nachmittäglicher Ausflug zur Babisnauer Pappel, brachte mir nur Ärger von Seiten der Zweibeiner ein! Zu wenig Bäume, zu windig, zu wenig Abwechslung für die Hunde, zu kalt, … Den Hunden war es egal. Sie genossen ganz offensichtlich die Weite und Freiheit, sowie die Konzentration auf ihre Person. „Komm“, „Sitz“ (für beide Hunde), „Bleib“ und „Fuß“ für Benny wurden liebevoll geübt. Erneut tauschten -zig Leckerlies den Besitzer.

Wieder zu Hause angekommen, fielen unsere Hunde in einen geruhsamen Nachmittagsschlaf. HIMMLISCHE RUHE!!!

Wer immer diesen Blog lesen mag, und Ahnung von Hundeerziehung hat, vielleicht kann er / sie uns helfen:“Wie dreht man einen Hund, von linksläufig auf rechtsläufig?“ Da wir mit Spyke sehr wahrscheinlich wirklich in die Richtung Schutzhundeausbildung gehen wollen, ist es zwingend notwendig, dass er links läuft. Diese Seite ist momentan aber von Benny belegt. Zusammen links gehen, funktioniert nicht. Spyke witter die Chance, Benny an die Leine zu nehmen, indem er in dieselbe hineinbeißt und Benny somit angeleint führt. 

So langsam müssen wir uns um die professionelle Erziehung unserer beiden Schnauzer kümmern. Ein „Probetraining“ von Spike, beim hundesportverein-radebeul, machte Hund und Mensch gleichermaßen Spaß.  Zeitgleich kann Benny ins Agility einsteigen – für uns perfekt. Die Frage aller Fragen, wer „nimmt“ welchen Hund? Benny hört bei Herrchen etwas besser – Spike weiß noch nicht so recht, auf wen er hören soll. Die Frau, mit der fütternden Hand und einem unendlich großen Hundeherzen gegen einen ebenfalls schnauzersturen Kerl abzuwägen – keine leichte Entscheidung.

Ob wir diese „Spielerei“ (Agility – Entschuldigung, das ist nicht abwertend gemeint!!!) später mit Spike auch machen, wage ich derzeit zu bezweifeln. Bei seinem Charakter (ganz das Frauchen) und Intelligenz (ganz das Herrchen) 😉 wäre eine Schutzhundausbildung optimal. Aber bis dahin wird noch viel Wasser die Elbe herunter fließen.

Bei der gestrigen Welpenspielstunde im HSV Dresden Neustadt, ist unser Einjähriger rausgeflogen. Weil er sich von einem rüpelhaften Rhodesian-Ridgeback-Welpen wiederholt nicht überrennen bzw. treten ließ, bekamen er und ich Platzverbot.(Seine Reaktion war eigentlich korrekt: 1. warnen 2. knurren 3. fixieren [Die Kehle war wohl etwas ungünstig gewählt. Andererseits: Vor Wut in den Sand beißen, hätte auch keine Ruhe gebracht! Und das einen Schnauzer die Größe des Gegenüber nicht interessiert, spricht doch wohl eher für ihn.] Über dem körperlich größeren Welpen stehend, blieb Benny kontrolliert, d.h. der „Südafrikaner“ hatte nicht eine Schramme.). IMMER AUF DIE KLEINEN! Ein einstündiger Benny-Herrchen-Individualspaziergang an den Elbwiesen machte alles wieder gut.

Chronik