unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

09 – September 2010

Das Tagebuch etwas missbrauchend, bitten wir alle Leser und Interessenten:

Wenn Sie uns bei der Suche nach einem neuen Herrchen / Frauchen für unser „Patenkind“ Armina unterstützen wollen, so drucken Sie bitte unseren Hilferuf aus und platzieren ihn an geeigneter Stelle.

Danke für Ihre Hilfe und Ihr Verständniss, aber so langsam „rennt“ uns die Zeit davon!

Nach langer Abstinenz konnten wir gestern Abend unsere „Kleine“ besuchen. Sie wird eine richtig schöne Schäferhündin. Von ihren ursprünglichen 18 kg legte sie in zwei Wochen auf 26 kg zu. Die „Pflegemutti“, hat mit viel Liebe und voller Sachverstand die schlimmsten Spuren des unschönen Vorlebens beseitigt.

Beim zweiten Aufeinandertreffen benahmen sich unsere Schnauzer mustergültig. Als gäbe es nichts Normaleres auf der Welt, wurde Armina schwanzwedeln begrüßt und im anschließenden Freilauf mit ins Rudel integriert. Spielansätze von Benny ignorierte sie zwar weitgehend, ließ sich jedoch auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Spike war mehr mit sich und der Freiheit auf dem großen Feld beschäftigt. Annäherungen (beidseitig) gab es aber mehrere, die problemlos und eifersuchtsfrei verliefen.

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Noch vier Wochen, dann muss die Kleine von ihrer Pflegemutti weg. Wer kann sich um dieses anhängliche und liebebedürftige Schäferhundemädchen kümmern???

 

 

 

Aus Zeitmangel nur kurz die Information:

Der Wochenendbesuch bei Armina hat uns sehr optimistisch gestimmt. Sie sieht wieder aus wie eine Hündin, wenngleich eine etwas magere. Ihre Ziehmutti ist von ihr hellauf begeistert.

Auch unsere beiden „Triebtäter“ fanden das Hundemädel sehr reizend.

 

Für potentielle Interessenten und Unterstützer: die unbearbeiteten Fotos vom Wochenende.

Dem -meinerseits umstrittenen- Ausspruch: „Todesstrafe für Kinderschänder“ möchte ich eine gelindere Alternative hinzufügen:

Bastonade für Hundequäler!

Sonnabend: Wie befürchtet, haben wir uns die geschundene Deutsche Schäferhündin angesehen. Zerlumpt, Schrunden, Schuppen und geschlagen – aber Augen, die ein Herz erweichen. Wo findet man für so ein Tier Hilfe? Natürlich im eigenen Hundesportverein. Kontrolle der Papiere – Impfungen waren o.k. . Ins Auto konnte ich sie nicht nehmen, unsere Schnauzer fahren immerhin später darin. Also bewältigten wir einen Fußmarsch, der für mich Konditionsembryo nahe an der Landstreicherei dran war. Isoliert, aber mit viel menschlichem Kontakt, erhielten wir hier die fachliche Hilfe, die wir brauchten und Armina (lat. die Kämpferin) Zuwendung, die sie wohl noch nie in ihrem knapp zweijährigen Leben außerhalb des Zuchtzwingers erfahren hat. Allen anwesenden Vereinsmitgliedern ein dickes Kompliment, für die Unterstützung! Kati, Deine „erste Hilfe“ Rasur war super und extrem hilfreich, der Gestank ist heute schon erträglich.

Zurückbringen ging nicht (war so vorher sicherheitshalber abgestimmt), also Hundepension organisieren – sonnabends nachmittags ähnelt das dem Spiel „Reise nach Jerusalem“. Mit vielen unbekannten Helfern aus dem Tierschutz gelang das Kunststück und ab ging es nach Niederau.

Sonntag: Nach einer unruhigen Nacht, mit vielen ungeklärten Fragen, kam der Moment des Zusammentreffens mit dem -noch nüchternen- Hundebesitzer. Langer Rede -kurzer Sinn: Für einen stolzen Betrag kauften wir ihm Armina Team vom Niemberger Eck ab. Die Frauchenbekannte, die uns in die ganze Sch… eingebrockt hat (und das meine ich in Bezug auf den Saustall und die Hündin wörtlich), war in der Zwischenzeit aktiv und hat eine Tierpension in Ebersbach organisiert, wo Armina von einer sehr kompetenten Dame wieder aufgepäppelt werden kann.

Wir stehen emotional immer noch zwischen „Baum und Borke“. Weggeben oder ins Rudel integrieren? Da wir den Kontakt zwischen den drei Hunden vermieden haben, wissen wir immer noch nicht, wie unsere beiden „Schwarzen“ auf die „Schwarzbraune“ reagieren.

Wenn Sie jemanden kennen, der einen kennt, der einen kennt, der einen rassereinen DSH adoptieren will, so behalten Sie es bitte für sich!
Sollten Sie sich dahingegen sicher sein, dass ein echter „Hundemensch“ einer dankbaren Schäferhündin mit einer sehr unglücklichen Vorgeschichte behilflich sein will, dann kontaktieren Sie mich bitte.

Hier die Daten:

  • DSH-in
  • SZ-Band: 108 / 2214259
  • geb.: 10.11. 2007
  • wahrscheinlich „Westlinie“ (ich kenne mich damit nicht aus), also die, mit dem niedrigen Geläuf

(Bilder nach einem Tag in „Freiheit“)

Chronik