unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

10 – Oktober 2010

Wozu braucht Frauchen eigentlich einen Geschirrspüler, wenn wir doch einen Riesenschnauzer haben?

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Fährtenprotokoll

…vertreibt Kummer und Sorgen -oder so. Jedenfalls begab sich unser Rudel am Sonntagmorgen kurz nach 9:00 Uhr auf das Feld der Ehre. Ich betone: Hunde nüchtern, wie zur Blutabnahme, Frauchen und Herrchen vollgestopft mit einem leckeren Frühstück. So schön kann Hundeerziehung sein! Beide Hundejungen gaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten Vollgas. Was so ein bisschen Hunger alles bewirken kann.

Obwohl wir nur 5 1/2 Fährten legten (Päckchensuche in einer alten Fahrspur zählt nicht), vergingen doch zwei Stunden, die unseren Schnüffelnasen sehr viel abverlangten. Wieder zu Hause, schliefen sie den Schlaf der Gerechten. Schn..ze voll, lautete wohl das körpersprachliche Credo.

 

Fährtenprotokoll

Nach dem Debakel in der Schutzhundarbeit, hat sich unser Ausbildungswart Detlef echt Gedanken gemacht. Mein Vorschlag, Spike als Zuschauer mit Ignoranz zu strafen, rang ihm nur ein müdes Lächeln ab. Der Misserfolg war wohl vorprogrammiert. Detlef beobachtete unseren Wehrdienstverweigerer sehr genau. Seine -für mich schmerzliche- Analyse: Das Problem hängt am anderen Leinenende.

Wieder einmal ist es Rita, die uns hilfreich beiseite steht. Sie führt meinen Schmusebären zum Schutzdienst. Erfahren, wie dieses Team Detlef und Rita ist, beginnt Spike zu begreifen, was er eigentlich machen soll. Keine Spur mehr von Müdigkeit!  Damit wir uns nicht falsch verstehen, er sieht es immer noch als Spiel an, obwohl er heute das erste Mal nach Detlefs Aussage, kurz im angestrebten Aggressionsbereich gearbeitet hat.

Auch wenn ich offenbar zu bescheuert bin, Spike richtig zu führen, mit von Stolz erfüllter Brust verließ ich den Platz!

Toll, wenn die Profis ihr Können lausigen Amateuren zur Verfügung stellen.

Nach 14 Tagen Freizeit mit Hunden, konnte ich den Wunschzettel von Frauchen abarbeiten. „Wir“ wünschten uns ein absolut ausbruchssicheres Grundstück. Bis auf eine kleine Ecke, sind wir uns 100-%-ig sicher, dass kein Hund der Welt da rauskommt. Die Grenzschützer der ehemaligen DDR hätten an meinem Bauwerk ihre helle Freude gehabt. Sperrgestrüpp, Riesen-Sprung-Verhinderungs-Bretterzaun, äußerer Gartenzaun, das Ganze auf massivem Betonuntergrund mit Aufkantung nach außen. 

Also nutzte ich die vergangene Zeit, um

a) den Anti-Sprung-Zaun mit etwas grüner Farbe zu kaschieren 

b) die theoretische Fluchtmöglichkeit über den Komposthaufen und anschließendem weiten Hochsprung in Nachbars Garten zu vereiteln.

Somit haben wir jetzt mit Sicherheit die hässlichste Gartenumrandung ganz Sachsens, können aber mit etwas Kreativität ein eigenes „Mauermuseum“ einrichten (Laufhunde haben wir ja).

Spikes Hilfe bestand während der ganzen Gartenarbeit darin, dass er mir beim Buddeln der Löcher tatkräftig zur Hand ging. Vielleicht hätte ich ihm noch etwas genauer zeigen müssen, wo die Pfähle zu setzen sind, denn er war immer so 1 – 30 Meter abseits dabei. Benny bewachte die ganze Aktion mit seinem Lieblingsspielzeug (wo hat er diese Uraltversion gefunden) und meldete potentielle Gartengrenzverletzer.

 

Ich bin „fertig auf den Knochen“ und hoffe nunmehr, dass Frauchen nicht mit einer anstrengenden Hundeanimationsveranstaltung meinen wohlverdienten Wochenendbeginn unterbricht.

 

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Chronik