unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

11 – November 2010

Frauchens Eingebungen sind manchmal schmerzhaft. Ihre gestrige Schnapsidee – „mitten in der Nacht“ mit den Hundejungen Spazieren zu gehen (so gegen 8:00 Uhr), um etwas vom Sonntag zu haben, wurde heute sofort in die Tat umgesetzt.

„Wenn das erste Lichtlein brennt, der Schnauzer übern Acker rennt!“

Somit blieb also genug Zeit, um solche typisch weiblich determinierten Arbeiten wie weihnachtliches Schmücken und Saubermachen zu erledigen. Das dabei Spike nicht ausgelastet werden kann, merkte ich vor wenigen Minuten.

Unser etwas stürmisches Spiel wird dafür sorgen, dass ich morgen die Wundmale Christi tragen darf.
Mein Gott ist der „Große“ schnell -oder werde ich zu langsam?

Schnauzer friedlich

So ein friedlicher Hund! Wink

Nach einigem Hin und Her, haben wir unseren Plan in die Tat umgesetzt. Mitten im Winter -ja, wer sonst ist schon so naiv, und fährt bei der ersten Glatteiswarnung einmal quer durch die Republik- schnappen wir unser Wohnmobil, und verbinden Beruf mit Hobby. Spike sieht die Wartburg. Nachts angekommen, brauchen wir beiden Männer erst einmal etwas Zeit, um unser Zusammenleben auf ca. 6 qm zu organisieren. Die Nacht ist saukalt.

Da ich erst gegen Mittag arbeiten muss, schnappe ich mir Spike erst einmal zu einem ausführlichen Gassi. Nach dem Frühstück -für Spike, nicht für mich, geht es eine zweite Runde, diesesmal noch etwas weiter. Gegen 11:Uhr -Spike döst so vor sich hin- verabschiede ich mich von meinem Kumpel.

In der Unterrichtspause schleiche ich mich vorsichtig an den sicherlich heulenden Hund heran – nichts passiert. Hier könnte man mir glatt das Wohnmobil stehlen, Spike döste friedlich vor sich hin. Nach der zweiten Stunde begrüßt mich ein sichtlich ausgeruhter Riesenschnauzer, der nun voller Tatendrang sein Herrchen in Beschlag nimmt. Also große Gassirunde, Fahrt ins 7 km entfernte Wutha-Fanroda oder exakter: mitten in die bis dahin traumhaft unberührte Natur. Spike genießt seine Freiheit. Nach ca. einer Stunde erfolgt die Rückfahrt.

Ich hatte die Absperrung zwischen Fahrgastraum und Spikes Raum nicht richtig befestigt und schon hatte ich einen tollen Beifahrer. Schwach von mir, clever von Spike.

Zurück in Eisenach Gassi die Dritte. Was will man auch mit einem Riesenbaby in dem Wohnmobil anfangen? Die Gaststätte, die am Wege lag, besuchten wir gemeinsam. Spike benahm sich darin mustergültig – bis auf die andauernden Versuche, mir  ständig mein Würzfleisch streitig zu machen.

Jetzt schreibe ich hier, eine Hand auf der Tastatur, die andere am Spielzeug.

TOLLER HUND – SUPER SCHNAUZER  – geschafftes Herrchen!

 

PS: Körpernahes Spielen – vergesst alle Kurse und Bücher! Dieser Nachmittag / Abend im Wohnmobil ist die beste Trainingseinheit dafür.

Vielleicht kann jemand mit richtigem Hundewissen uns hierzu einen Tipp geben?!  Es ist abends, beide Hunde waren beim Hundesport.

Nach ca. 1 Stunde das folgendes Szenario, auf welches wir uns keinen Reim machen können:

 

Die Qualität bitte ich zu entschuldigen, aber die Aufnahmen wurden mit dem zufällig griffbereiten Handy erstellt.

Wer weiß, was hier wirklich „abgeht“, möge im Kommentar seine Hinweise geben. Danke!

 

PS: Das „Knurren“ kommt von Benny! Nicht dass mir jemand sagt, mein Riese, der hier eindeutig der Friedfertige ist, schmatzt in Vorfreude auf die potenzielle Nachspeise!

Chronik