unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

01 – Januar 2011

Spike hat wieder einmal mit seinen Verdauungsproblemen zu kämpfen. Seit Donnerstag ist der Stuhlgang im Wechsel flüssig, breiig oder klopsig. Wenn Frauchen weiterhin so viel Reis in ihn investiert, können wir demnächst den ersten Riesenschnauzer mit asiatischen Augen bewundern.

Frauchen war fleißig, wir gingen nur locker Gassi. Frauchen trainierte mit Motte, wir genossen den Müßiggang – DAS LEBEN IST SO SCHÖN!

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Heimtiermesse in Dresden: Wir besuchten heute dieses Großereignis. Viele Stände, mit allem möglichen Krimskrams, den wir „Profis“ natürlich nicht mehr brauchen!

Bis auf:

  • Testfutter für Benny
  • neuer Sticker für Spikes Suchgeschirr
  • Angebot Hundekrankenversicherung
  • Flyer, Visitenkarten, Zeitschriften, …

PS: Liebe Bolero’s Meute, danke für Euer Entgegenkommen bei meiner versaubeutelten Anmeldung zum Seminar: „Schutzdienst ohne Helfer“.  Das Satans Meute Oberhaupt, hätte mir -nach meiner vollmundigen Beteuerung, es sei alles in Ordnung- den Hund entzogen, wenn kein Platz im Kurs mehr frei gewesen wäre! 

 

Nach dem Vorfall von vor einem Jahr, hatten wir Ruhe. Nunmehr wenden sich Spikes Gegner mit allen Mitteln gegen uns. Es geht, – wie sollte es anders sein- nur ums Geld. Dazu wird mit sehr harten Bandagen gegen uns vorgegangen. Wir sind also momentan mit anderen Problemen beschäftigt, als unser Tagebuch hier in gewohnter Form zu aktualisieren.

Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich in den nächsten Tagen hier nur sehr wenig über Spike und Benny berichte.

Nur kurz: Heute kam es zu ernsthafteren Rangkämpfen, die bei Benny für ein stark blutendes Ohr sorgten. Der Kleine schmollt mit Spike, der schmollt momentan mit mir. Frauchen schmollt mit uns Jungen und in der Geschlechtersolidarität ignorieren wir Frauchen einfach kollektiv. Wie kann ich auch nur Spike von Benny trennen und maßregeln, diesen aber vor Frauchen in Schutz nehmen. Frauchens Hund am Ohr blutend! Ich glaube, ich begreife die Frauen nie!

Nach dem gestrigen Erfolg, versuchten wir heute erneut eine Fährte zu legen. Beginn 17:00 Uhr – Sonnenuntergang: 16:30 Uhr! Bei diesem Licht war es schon ein Wunder, dass wir die Hunde noch gesehen haben, geschweige die ausgelegten Gegenstände! 

Blind wie die Maulwürfe stolperten Spike und Herrchen über das mit Pferdegeruch überlagerte Areal. Hier irgendwo müsste doch der erste Gegenstand gewesen sein! Und wie auf Kommando legt sich Spike nieder. Zwischen seinen Pfoten, im Dunkel kaum zu erahnen – der erste Gegenstand! 

Von den zehn ausgelegten Gegenständen liegen nur noch zwei auf dem Feld – alle anderen hat Spike mir deutlichst angezeigt (die Liegerichtung war mir in diesem Moment schnurz-piep-egal). Wer sagt hier Suchhund? FINDEHUND!

Lohn der Mühe

 

Feierabend

PS: Frauchen übt noch an der Qualität der Schnappschüsse!

Die Drohung

Nach dem unerwarteten Frühlingsaufblitzen, findet es Frauchen gestern Abend ganz toll, dem gestressten männlichen Publikum zu verkünden:

Wecken gegen 07:00 Uhr (es ist Sonntag!!!), Benny spaziert zum Bäcker und Herrchen fährt mit Spike Rad. Am Nachmittag findet laut unserem Feldwebel das erste Fährtentraining dieses Jahres statt. Dieses ist auch schon mit Kathrin organisiert.

Hallo – das ist der einzige freie Tag der Woche!

Die Ausführung

Mitten in der Nacht, werde ich „zärtlich“ von Benny geweckt. Was Frauchen nicht weiß, das Fahrrad ist nicht einsatzfähig. Frauchens nonverbale Kommunikation ist einzigartig. Ohne ein Wort lässt Sie mich mit einem alles sagenden Blick allein! Innerer Schweinehund, tut mir leid, aber ich muss Dich besiegen, sonst gibt es mordsmäßigen Knatsch! Bei geplanten Aktivitäten für unsere Schnauzer kennt Mutti kein Erbarmen… mit mir! Also laufen wir gemeinsam zum Bäcker. Bei diesem angekommen, frage ich mich, wie bin ich hierher gekommen, was macht der tolle Hund an meiner Seite, was wollen wir hier eigentlich? Diese nächtlichen Gewaltmärsche sind wirklich nichts mehr für mich!

Kurz vor Mittag geht die Hektik los. Fährtengegenstände an die Person (sonst riecht es nicht; dabei reichen 5 Minuten in meinen durchgelaufenen Heute-Morgen-Marschsocken, damit selbst ich die Gegenstände rieche), Futter kochen, Markierstäbe suchen, …

 

Die Fährte

Das „Anfährten“ mit Motte-Mutti versetzte uns in angenehmes Staunen! Kathrin -kompetent und freundlich, wie immer- ließ Benny und Spike mit einer einfachen, geraden Fährte beginnen. Aller 20 Schritte kamen insgesamt 11 Gegenstände ohne Futter in die Spur. Sowohl Benny, als auch Spike leisteten in ihrer ersten Fährte hervorragende Arbeit. Sie verwiesen nahezu so, wie wir im Spätherbst aufgehört hatten. 

Die zweite Fährte, mit einem Winkel wurde von Spike besser bewältigt. Benny hatte hier kleinere Schwierigkeiten.

Nachdem Motte ihre beiden Fährten souverän gemeistert hatte, wurde Benny erneut in die Spur geschickt. Klein und fein war jetzt das Motto. Der Zwerg hat die dritte Fährte mit Freude und ohne nennenswerte Probleme absolviert.

 

Kathrin und den Hunden sei Dank: Aus der „Ich-versaue-Dir-den-freien-Tag-Idee“ von Frauchen, wurde ein unwahrscheinlich schöner Sonnen-Sonntag-Nachmittag in der Natur.

PS: Wenn Frauchen das so tatsächlich von Anfang an so geplant hat, dann auch ihr von uns Jungen ein versöhnliches Dankeschön!

 

Chronik