unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

Schnauzertagebuch 2008

Gehen Sie mit uns zurück in das Jahr 2008. Monatlich aufgelistet, können Sie unsere ersten Schritte als Hundeführer oder -geführter nachvollziehen.
Vielleicht haben Sie ein Lächeln auf den Lippen, eventuell ein nachsichtiges „Naja!“ für uns übrig oder einen tollen Tipp, den wir jetzt natürlich überhaupt nicht mehr brauchen ;-)

Nach mehreren Problemchen mit der Technik, sind wir nunmehr wieder up to date.

Unser Vorhaben für das kommende Jahr 2009 sind komplett auf die Hunde ausgerichtet. Ágility für Benny jeden Sonnabend – Schutzhundausbildung für Spike mittwochs und sonnabends.

Offensichtlich hat Benny momentan Probleme, sich als Alphatier zu behaupten. Mehrere Anzeichen sprechen dafür, dass Spike diese Rolle langsam an sich zieht.

Neben den üblichen Unstimmigkeiten gibt es auch Momente der Zweisamkeit. Spiel und Kampf liegen unmittelbar nebeneinander. Jungs, wann werdet ihr erwachsen???  

Unser derzeitiger Rudelalltag gestaltet sich sehr übersichtlich. An den freien Tagen -davon haben wir jetzt 12- wird Herrchen liebevoll von den Vierbeinern geweckt. Frauchens Aufforderung:“Herrchen wecken!“ führt zu einer wilden Schlacht in meinem Bett. Man könnte auch sagen: Meine Frau hetzt schon früh die Hunde auf mich! Die Fahrradtour noch vor dem Frühstück schafft die Hunde und Menschen. Liegt zufällig ein Bäcker des Weges, werden frische Brötchen geholt. NACHDEM die Hunde gefüttert wurden (Benny frisst derzeit morgens sehr schlecht) bekomme auch ich ein liebevolles Frühstück. Mittags geht es in derselben Reihenfolge mit den Hunden raus. Derzeitiger Favorit ist die Flutrinne an der Elbe. Neben sehr vielen netten Hunden (und Zweibeinern) trifft man hier ab und zu auch mal richtige „Stinkstiefel auf vier Pfoten!“ So hat doch letzte Woche solch ein Riesenschnauzerrüpel unserem Riesenschnauzerkleinkind beinahe ein Loch in das Ohr gestanzt. Mit dem „Recht des Schöneren“ verteidigte Spike seinen -normalerweise völlig uninteressanten- Stock mit lautem Knurren gegenüber einem 2-Jahre-alten Riesenschnauzer. Erst nahm dieser Spikes Warnung ernst und drehte ab, bis ihm klar wurde, dass er gerade vor einem „Kleinkind“ den Schwanz eingekniffen hatte. Also ging es auf dem Absatz kehrt und drauf auf den Welpen. Nach einem kurzen Gerangel schien die Angelegenheit geklärt. Erst Minuten später bemerkten wir, dass Spike am linken Ohr eine ziemliche Schramme abbekommen hat.

Der kleine Riese ertrug es, wie „ein richtiger Mann!“ SPIKE – Deine Zeit kommt noch!

Nachdem Benny mehr oder weniger „zugewachsen“ war, wurde ein Besuch beim Friseur seines Vertrauens nötig (la bello). Da Spike „zufällig“ dabei war, machte auch er gleich die Bekanntschaft mit der netten und sehr kompetenten Chefin. Chefin meint die Dame auch im hündischen Sinne – Spike war selten so zahm!

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Für den Riesen war es ein nur kurzes Zwischenspiel – hier das Ergebnis nach überstandener Prozedur:
 
Bei unserem Zwerg sieht die Sache schon etwas anders aus – hier war echte Schwerstarbeit notwendig. Die zweite Dame im Bunde ließ ihm so viel Fell, dass es warm bleibt, nahm jedoch genug weg, um ihn wieder als Zwergschnauzer zu erkennen. Aber auch dieses Ergebnis kann sich sehen lassen!

 

 

Nachdem hier lange Zeit keine Neuigkeiten veröffentlicht wurden, gebe ich eine kleine Zusammenfassung der letzten Tage:

Wir haben uns entschieden: Spike wird Schutzhund!!!

Unser Favorit für die Ausbildung ist der Hundesportverein-Weixdorf.  Die Ausbilder machen einen sehr kompetenten Eindruck! Allerdings hat man uns mit der Frage: „Hat ihr Riese einen Knickschwanz?“ völlig in ein emotionales Loch geschickt!! Ich bin mir sicher, der kleine Gnubbel  ist kein Knick!!! Eine Klärung mit der Züchterin kam bisher noch nicht zustande – wieso ruft sie nicht zurück??? (Wir haben mehrfach versucht sie telefonisch zu erreichen, ohne dass sie weiß, worin unser Problem besteht.)

Die Ausbildung können wir erst nach dem Abschluss der Zahnung beginnen, in der sich Spike momentan immer noch befindet! (Das sind vielleicht Mundgerüche: Kuhfladen und Blut – damit macht „Küsschen geben“ richtig Spaß!)

Für den täglichen sozialen Kontakt haben wir uns einer „wilden“ Junghundegruppe angeschlossen, die täglich ca. 17:00 Uhr in einer Apfelplantage ihr Treffen abhält. Benny hält sich dort weitgehend zurück, während Spike teilweise sehr dominant auftritt.

Nach einem typischen Sonntagmorgen, entrümpelten wir den Dachboden. Bisher war Spike immer nur im Erdgeschoss geblieben. Doch dieses Mal kam er in die für ihn unbekannte 1. Etage. Gespannt, neugierig und vorsichtig untersuchte er das für ihn neue Reich. Als Benny zum Spielen mit nach oben kam, „ging die Post ab“! Der Dachboden hat mit Sicherheit noch nie solch eine wilde Jagd erlebt.
Dank seines Mutes muss ich den nunmehr 21 kg schweren Welpen die Treppe runter tragen = BodyBuilding für alte Männer!

Unser nachmittäglicher Ausflug zur Babisnauer Pappel, brachte mir nur Ärger von Seiten der Zweibeiner ein! Zu wenig Bäume, zu windig, zu wenig Abwechslung für die Hunde, zu kalt, … Den Hunden war es egal. Sie genossen ganz offensichtlich die Weite und Freiheit, sowie die Konzentration auf ihre Person. „Komm“, „Sitz“ (für beide Hunde), „Bleib“ und „Fuß“ für Benny wurden liebevoll geübt. Erneut tauschten -zig Leckerlies den Besitzer.

Wieder zu Hause angekommen, fielen unsere Hunde in einen geruhsamen Nachmittagsschlaf. HIMMLISCHE RUHE!!!

Wer immer diesen Blog lesen mag, und Ahnung von Hundeerziehung hat, vielleicht kann er / sie uns helfen:“Wie dreht man einen Hund, von linksläufig auf rechtsläufig?“ Da wir mit Spyke sehr wahrscheinlich wirklich in die Richtung Schutzhundeausbildung gehen wollen, ist es zwingend notwendig, dass er links läuft. Diese Seite ist momentan aber von Benny belegt. Zusammen links gehen, funktioniert nicht. Spyke witter die Chance, Benny an die Leine zu nehmen, indem er in dieselbe hineinbeißt und Benny somit angeleint führt. 

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