unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

08 – August 2011

Als wir uns Spike (Einstein) in den Kopf gesetzt hatten, warnte uns die Züchterin: „Sie werden Ihren Garten nicht mehr wiedererkennen!“. Mit der Gewissheit angehender Hundeprofis und unserem so umfangreichen Wissen über Schnauzer im Allgemeinen, schlugen wir damals diese Warnung in den Wind!

Fakt ist, nach drei Jahren steht unser Garten noch, auch wenn sich sein Erscheinungsbild gewaltig geändert hat. Zu diesen Änderungen gehörte auch unsere bereits angesprochene Barriere direkt im Eingangsbereich. Hundeunfreundlich und doch ansprechend. Die Gartenprofis der Firma Jentsch in Dresden wollten es richten! Eine Knochenarbeit, die bis auf den nachfolgend beschriebenen Schönheitsfehler vollkommen perfekt ausgeführt wurde.

Liebe Gartenbauer: Die Lieblingstränke (nach jedem Gassi und teilweise auch vor dem Verlassen des Grundstückes) beider Schnauzer wurde der unerreichbar scheinende Teich in der Mitte des Bollwerkes! Gesteinsbrocken, fiese Steinsplitter und stacheliges Gewächs, werden elegant umturnt.

Mit diesem Bauwerk haben wir einen perfekten Fitnessparkour für Schnauzer geschaffen. Grobmotoriker unter den Hunden können hier jederzeit auf Vordermann gebracht werden. Es ist schön anzusehen, wie elegant sich ein Riesenschnauzer bewegen kann, wie ein Zwergschnauzer -gemsengleich- von Stein zu Stein springt… und das auch noch als Paarübung! Die Geschwindigkeit, Dynamik und Freude mit der beide Schnauzer unseren privaten Agility-Trainingsplatz bewältigen, lässt direkt Stolz aufkommen.

Frauchen hat Wort gehalten. Heute Morgen stand die gewonnene Flasche auf dem Tisch.

Stolz wie Bolle präsentiert der Sieger seine Beute!

Toll, dass Hunde keinen Alkohol trinken dürfen. Somit werde ich mich opfern müssen! „Braver Junge, toller Spike, klasse der Bursche!“

Liebes Frauchen, wann wetten wir erneut?

Kurze Vorgeschichte:

In Halle unterhielten sich Frauchen, Rita (da bin ich mir nicht ganz sicher) und ich über die Ernährung von Hunden. Spike, von Natur aus immer hungrig, wird mehr oder weniger als vierbeinige, immer fressbereite Nahrungsvertilgungsmaschine beschrieben. In einem Anflug von Schalk lehne ich mich wieder einmal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, mein Hund frisst nicht, wenn ich es ihm verbiete. Frauchen ist einem Lachkrampf nahe. Spike hat schon vom voll besetzten Tisch den Kuchen entwendet, da soll er jetzt auf Herrchen hören??? Lächerlich!

Wir wetten um eine Flasche des jeweiligen Lieblingsgetränkes des Partners!

Die Wette:

Ich lege Spike in seinem Wohnzimmer (normale Leute nennen den Raum Küche) eine Leberwurstschnitte auf das Buffet, verbiete ihm das duftende Prachtexemplar und wir lassen ihn fünf Minuten mit der Versuchung allein im Raum.

Heute starteten wir genau dieses Experiment. Wird mein Hundevertrauen siegen, oder hat Frauchen wieder einmal Grund zu jubeln, da sie Spike bestens einschätzen kann? Wir haben kurz entschlossen die Videokamera aufgebaut, um zu sehen, wie Spike widersteht bzw. sich den fleischlichen Gelüsten hingibt.

FÜNF MINUTEN KÖNNEN SO LANG SEIN! Selten habe ich eine Zigarette so schnell aufgeraucht!

Unser Steingarten, als Postbotensicherheitszone gedacht, hat seinen Zweck wohl leicht verfehlt! Eigentlich sollten die Schnauzer durch den Umweg ausgebremst werden. Mit spitzen Steinen gespickt, unwegsam und hundeunfreundlich gebaut, wollten wir diesen briefkastenahen Bereich unattraktiv machen! Vielleicht hätten wir einen Planer engagieren sollen, der sich nicht nur mit Hunden, sondern speziell mit Schnauzern auskennt?

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Wie man sieht, stehen unsere Schnauzer offensichtlich unter einem besonderen Schutz!

Benny genießt die Aussicht und Spike stillt im Teich seinen Durst!

„Buddha bewahre dich!“ bekommt einen gänzlich neuen Sinn!

Chronik