unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

08 – August 2011

…bin ich um den Schlaf gebracht.

Mit einem lachenden und indem weinenden Auge haben wir unseren Kurztripp nach Halle beendet.

Wie von Frauchen gewünscht, machten wir uns auf, um mit Ingo und Detlef über das Wochenende zu trainieren. Die Aufnahme bei den Hallenser-Sportfreunden war herzlich und sehr nett.

In einem Anflug von Größenwahn, hatten wir uns am Mittwoch in einem Gespräch mit Rita darauf eingeschossen, dass Spike im Oktober die FH-Prüfung ablegen könnte (zur Ehrenrettung von Rita sei gesagt, sie hat Spike schon eine Ewigkeit nicht mehr in der Fährte gesehen). Hier in Halle sollte ein letzter diesbezüglicher Check durchgeführt werden. Ich Narr!

Detlef war so nett, vor dem eigentlichen Aufstehen eine Fährte für Spike zu legen. Spikes erste Fremdfährte, Liegezeit geschätzte zwei Stunden … ein Desaster. Um es kurz zu machen und mir die Schamesröte zu ersparen, wir backen wieder kleine Brötchen und beginnen mit der FPR. Die nachträglich gelegte „Herrchenfährte“ suchte Spike in gewohnter Manier ab. Fazit: Ich habe wieder „Bodenhaftung!“

Benny, der sich seinem Lieblingstrainer Ingo anschloss, zeigte in der Fährte, dass er toll suchen kann, dass das Futter auf dem Gegenstand auch super schmeckt und man sich als Zwergschnauzer dafür noch nicht einmal hinlegen muss!  Den nachfolgenden Versuch, die Gegenstände im „Steh“ zu verweisen, ignorierte der kleine Egomane mit zwergschnauzertypischem Stoizismus.

Am Sonntag, wohl ein Ergebnis der Hitze des Vortages in Kombination mit dem Stress, ist Spikes Stuhlgang nicht mehr als solcher zu bezeichnen. Wir sind in der Konsistenzbeschreibung ja wirklich sehr phantasievoll geworden, aber dass was hier hinten heraus kam, gehörte eigentlich auf die andere Seite! Geschätzte 20 x (hier untertreibe ich eher) tröpfelte Spike an der falschen Stelle! An ein Fährtetraining, Schutzdiensttraining bzw. die Unterordnung war nicht mehr zu denken. Frauchen blieb also mit Benny bei Ingos Gruppe und Herrchen mit Blubberkackhund fuhren zurück.

Unser Resümee: Tolle zwei (ein) Tage, die nur getrübt wurden durch die unsäglich drückende Schwüle, die unzähligen Mücken und einen fremdfährtenmüden Riesen.

PS: 17:45 Uhr; aktuelle Konsistenz: Klops

Ein kleiner Nachtrag zum vorangegangenen Betrag. Nach Einstein’s (Spike) Mammutprogramm mit Ausdauerprüfung, Wesenstest und der Bewertung „vorzüglich“, ließ die Züchterin in einem Nebensatz fallen, Spike sei nunmehr ein Zuchtrüde.

Wie muss ich mir das jetzt zusammen reimen? Decken kann doch wohl jeder jeder gesunde Rüde von Natur aus, oder gibt es dafür auch schon „blaue Pillen“? Ein Rüde mit VdH- (PSK-) Papieren sollte -nach meinem laienhaften Verständnis- auch VdH-Nachwuchs erzeugen, wenn die Hündin ebensolchen Stammbaum nachweisen kann oder liege ich hier falsch?

Sei es, wie es sei: Rita (unser HSV Weixdorf) hat uns diesbezüglich gratuliert und charmant eine Flasche Sekt eingefordert. Irgend etwas muss da also doch dran sein!

Also hier ganz offiziell unser rudelinternes Statement: Wenn Sie eine hübsche!!! Riesenschnauzerhündin mit einem umwerfend schönen, manchmal etwas eigensinnigen, Riesenschnauzer zusammen bringen wollen, wenden Sie sich bitte direkt und ohne Umwege an seine Züchterin! Unter: www.satansmeute.de können Sie den Kontakt herstellen. Frau Gabriele Silweschak hat diesbezüglich unser volles Vertrauen und quasi Prokura!

Wir wollen den „Jungen“ nicht zu früh mit den Sinnenfreuden „versaubeuteln“ und legen unser Augenmerk auf die Fährtenarbeit und den Schutzdienst! Wie im wahren Leben gilt: „Schön aber doof ist einfach nur saublöd!“


Frauchen hat schon den nächsten Cup gestartet!

Ich dachte noch, wir hätten uns nach dem Stress etwas Ruhe verdient. Nicht mit unserer „eisernen Rudellady“. Klammheimlich, ohne Spike zu fragen, hat sie einen Kurz-Schutzdienst-Auffrischungs-Kurs bei Ingo Blome „aus dem Boden gestampft“. Eigentlich eine wirklich tolle Idee, wäre da nicht das klitzekleine Problem:

„Ich habe Knie; ich habe Hintern; ich habe Nacken; ich habe …!“

Chronik