unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

Schnauzertagebuch 2009

Wir fühlten uns wie Hundeprofis …und waren doch so unwissend!

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Heute kam mit der Post das lange erwartete Ergebnis der HD Untersuchung. A1 – besser geht es nicht! Auch das (fakultative) ED Ergebnis ist mit 0 optimal.

Spike hat heute seinen ersten Dobermann “gelocht”! Beim abendlichen Spaziergang kam dieser unangeleint aus einer Gruppe heraus auf Spike zugestürmt und hat ihn ziemlich übel angemacht. Laut Zuruf der Besitzerin macht er das immer so! “Der will nur zeigen, dass er der Chef ist!” Bevor wir noch reagieren konnten, hat Spike dem unangenehmen Treiben des ausgewachsenen Dobermannes ein kurzes, für diesen leider schmerzhaftes Ende bereitet. Eine tiefe Wunde an der linken Brustseite musste beim “Chef” genäht werden.

Müssen sich große Hunde wirklich alles gefallen lassen – oder haben sie ein Recht darauf, sich zu verteidigen? Spike ist kein Welpe mehr, sondern ein Junghund mit Charakter! So unangenehm mir die Situation auch ist, ich kann wirklich keinen Fehler bei Spike erkennen. Hätte er nicht so schnell und entschieden reagiert, säßen wir jetzt mit einem verwundeten Hund zu Hause.

www.working-dog.eu

Wenn Männer leiden, dann leiden Sie mit vollem Körpereinsatz! So geht es mir momentan. Ich bin  nicht nur krank – ich sterbe jede Minute!

Den Hundejungen ist das egal. Sie wollen beschäftigt sein – dass Herrchen dabei “drauf geht” interessiert sie nicht die Bohne. Spike_Benny

Beim täglichen Spaziergang mit unseren Schnauzern stellt Frauchen fest: “Wenn Frauchen allein mit Spike geht, passt er super auf mich auf! Er läuft keine zehn Meter vor mir, lässt mich keinen Blick aus den Augen, er ist immer um mich herum!” Der brave Hund, der tolle Hund, der Super-Mama-Aufpasser-Hund! …bäh’ es hängt mir hier!!! Kein Wort darüber, wer Spike erzogen und geformt hat; wer ließ sich denn die Arme zerbeißen; wer hat denn zwei riesengroße Monsternarben von ca. 3 cm am Körper?  – man könnte direkt eifersüchtig werden!!!

Natürlich lieben die Jungen ihr Frauchen – gibt sie ihnen doch Liebe und Futter! Aber wo bleibe ich?!?!

Wenn ich morgen zum Hundesport gehen sollte– ich bin wirklich mehr tot als lebendig [Es muss die “Schweinegrippe” sein; wie sonst ließe sich dieses leichte Ziehen im Rücken, verbunden mit einem wahrnehmbaren Schnupfen und trockenen Husten sonst medizinisch erklären???]– werde ich die Frage aufwerfen:”Wen beschützen Hunde wirklich – den Starken oder den Schwachen?”

PS: Von meinem Psychoanalytiker, Hausarzt und potentiellen Palliatologen empfohlen, bearbeite ich gerade die Seite des Hundesportvereines, in dem ich von Spike (Einstein von der Satansmeute) immer wieder vorgeführt werde. Vielleicht gibt es ja Kommentare nah dem Motto: “So was ist heutzutage aber absolut nicht mehr in.”; “Weiterleben mit solch einem Layout würde ich mir bei der Arbeitsmarktsituation ernsthaft überlegen” oder einfach nur:”Es sieht halt ä  bissl Sch… aus!”  Ihren Kommentar nehme ich gern noch mit dazu! Die Seite können Sie ertragen unter: www.hundesport-dresden-weixdorf.de,

Über ernst zu nehmende Kritiken würde ich mich ehrlich gesagt sogar freuen!

Vorab erst einmal Entschuldigung für die lange Wartezeit zwischen den einzelnen Beiträgen. Ein kleines “Leckerli” bzw. “Guti” als Entschuldigung hier:

 

 

 

Für die Statistiker:
Spike wiegt tagaktuell 38,5 kg und hat eine Höhe von 68 cm. Er ist genau 524 Tage bzw. 17 Monate alt.
Benny wiegt ca. 8 kg (er hat 250g abgenommen) und ist heute 838 Tage bzw. 2 Jahre und 3 Monate alt.

Beide Hunde gedeihen momentan prächtig. Sie werden auf dem Hundesportplatz in Dresden-Weixdorf bestens ausgebildet.
Nach der Ansicht der Trainer haben sie wesentlich mehr Fortschritte gemacht, als Herrchen und Frauchen. Wir sind zwar in der Lage, die Leine zu halten, aber richtig gearbeitet haben nur die Hunde!! 😉

spike04

Gestern (30.10. 2009) war Spike beim HD-Röntgen. Frauchen brachte ihn vormittags zum Tierarzt unseres Vertrauens,  welcher –was für ein Glück- auch noch vom PSK zugelassen ist. Die Aufnahmen zeigen, wie unangenehm weit die Gelenke überstreckt werden müssen, um die gewünschten Aufnahmen zu erhalten. Gegen 16:00 Uhr konnte ich den “Patienten” wieder abholen. Die Preise für eine derartige Untersuchung (HD rund 60 €, Ellenbogen-Dysplasie rund 80 €, + Konsultation [des Hundes???]+ Narkose +…) grenzen an eine Lizenz zum Gelddrucken. Alles in Allem war ich mit rund 250,-€uronen dabei. Dafür bekommt man unter Feinden einen Hund aus unseriöser Zucht.

Fakt ist, die Auswertung der Bilder durch den Tierarzt –nicht durch die entscheidende Stelle!!!- klang sehr optimistisch! Für ihn sieht es nach einem tadellosen Hüftgelenk aus: A1 maximal A2.  Beim Ellenbogen das gleiche positive Ergebnis!

Außer seinem Charming-Faktor ist er auch noch in bester gesundheitlicher Verfassung!!! Wie stolz können Hundebesitzer sein;-)

Jetzt geht also das große Warten auf die offizielle Auswertung los!

Kurz die Zusammenfassung des bisher Geschehenen: Das “Bissopfer” hat den Schaden meiner Versicherung gemeldet.  Schade, ich hätte privat den Schaden beglichen. Die AGILA waltet nunmehr ihres Amtes und schützt meine Interessen – Spike hat sich nicht falsch benommen = Herr Ei. geht leer aus (wer in raufende Hunde greift, geht bewusst das Risiko des Bisses ein).

Dieses Wochenende hat nur eine Bezeichnung verdient: H2O!!! Wir waren schon etwas deprimiert, dass Spike das Wasser nur bis an die Brust heran ließ. Doch seit Freitag ist alles anders! Am Freitag Abend waren wir in Kauscha an dem Stausee. Ein herrliches Stück Hundebad – ohne Besucher, ohne fremde Hunde = ohne Stress!

Nach dem kurzen Anmarsch, hatten wir ein Problem: Zwei Reiterinnen (sehr sympathisch) mit Hund störten unsere ersten zaghaften Versuche des Schwimmens, So gelassen die Reiterinnen waren, so angespannt waren wir. Die beiden jungen Frauen animierten uns regelrecht, Spike frei zu lassen. Wussten sie, dass Hund und Pferd von Natur aus Sympathie für einander empfinden, oder waren sie nur sicher, dass ihr Hund ihre Pferde schützen würde? Sei’s drum – Spike hatten es die im Wasser stehenden Pferde angetan. Um diese zu begutachten, musste er ins tiefe Wasser –… und Spike schwamm, als hätte er nie etwas anderes getan.  Runde für Runde zog er – bellend- um die Pferde bzw. deren Begleithund. Da war kein “Geplansche” – Spike schwamm ruhig und flach auf dem Wasser liegend,

Sonnabend und Sonntag: Wir wiederholten den Besuch in Kauscha. Am Samstag hatten wir Pech. Spike wollte noch nicht so richtig ins Wasser und als er drinnen war, zog ein Gewitter auf! Nach unserem witterungsbedingten Rückzug fassten wir den Entschluss: Sonntags wiederholen wir das noch einmal!  Sonntag: Spike bekommt zwar keine Pferde zum Spielen, mit seinem schwimmfähigen Kong (die Leine dieses 11 € teuren Hundespielzeugs geht nach nur zwei Zerrspielen sofort aus dem dafür vorgesehenen Loch heraus) ist er mehr als zufrieden! Kong werfen – Spike schwimmt! Und wie er schwimmt!!! Waren seine Schwimmzüge anfangs sehr hektisch und voller unruhiger Bewegungen, schwimmt er seit heute ruhig, mit harmonischen Bewegungen. Offensichtlich weiß er, dass ihn das Wasser trägt und ihm nichts passieren kann. Um sein –extra dafür gekauftes- Spielzeug zu erhaschen, taucht er komplett mit dem Gesicht in das tiefe Wasser. Angst vor Wasser sieht anders aus!

Der Gipfel der Gefühle: Zwei frei schwimmende Hunde (Benny unser Herzensbrecher und Spike) schwimmen unaufgefordert und absolut aus eigenem Willen mit Herrchen – ohne Zwang, nur in einem harmonischen Rudel!

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Chronik