unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

04 – April 2012

Das Video bezieht sich direkt auf den vorangegangenen Artikel. Bei Temperaturen nahe der 30° Marke kämpfte sich die Satans Meute Chefin für uns ab! Danke!

KSA Schau in Berlin. Schon lange haben wir uns entschieden, dort fahren wir hin!

Gestern Nachmittag ging es dann los -nicht die Fahrt, mehr der Stress mit Frauchens Vorbereitung für die Weltreise Dresden-Berlin und zurück! Beinah der komplette Hausstand der Schnauzer wurde im Auto verstaut. Bälle, Decken, Leinen, Näpfe, Leckerlis … ich bitte darum, den Plural zu beachten! Für Herrchen: ein halbes -wenn ich ehrlich bin sehr leckeres- Baguette!

Heute, nach einer kurzen Nacht, geht es Frauchen kreislaufmäßig schlecht. Aber sie lässt uns beiden Männer nicht allein. Mit Zwerg und einer riesengroßen Kühlbox zwingt sie sich auf den Beifahrersitz. Ab geht es, der Hauptstadt entgegen. Das Rudel ist on tour!

Gegen 8:00 Uhr kommen wir in Berlin Friedrichshagen (Erpetal) an. Lage sondieren, Platz am Ring sichern, Gassi gehen …wir Zweibeiner sind ein eingespieltes Team. Dann kommt Betty (Einsteins Schwester-Zweibeinerin) und empfiehlt für die komplette Satans Meute einen Platz unter Sträuchern und Bäumen, am Rand des Geländes. Wie gut, dass wir auf sie hörten, gingen doch die Temperaturen heute nahe an die 30° Marke.

Leicht nervös und gestresst wirkend, trifft Ober-Satans-Chefin kurz vor dem Beginn ein. Nach einer wirklich knappen Begrüßung geht es umgehend ans Werk.

Das hier wird ihre Bühne. Bei den oben genannten Temperaturen führt sie ihre Zöglinge alle selbst. Mir fällt mittags schon das Stehen am Ring schwer, doch Gabi kämpft unbeirrt um die beste Bewertung für ihre Riesenschnauzer. Und sie bekommt sie. Drei Riesen (Spike inklusive) gehen mit einem VORZÜGLICH aus dem Ring. In der Paar- und Zuchtgruppenbewertung (Spike ist hier mit Herrchen dabei) räumt die Satans Meute alles ab. Und dann kommt die Züchterin noch und bedankt sich bei uns Hundeführern, die wir den ganzen Tag eigentlich nur zugesehen haben, wie sie unsere Hunde erfolgreich präsentierte. Die Frau ist einmalig!

 

Danke für die Glückwünsche zur bestandenen Fährtenhundprüfung. Wer als Nichthundebesitzer wissen will, was das bedeutet:

An einem herrlichen Sonnabend Vormittag, mit Temperaturen um die 10°C, kaum vorhandenem Wind und einem idealen Fährtengelände, stand unser Rudel komplett am Acker. (Frauchen konnte leider mit dem Zwerg noch nicht in die Prüfung gehen, der Bonsai-Schnauzer beginnt gerade wieder zu verweisen.)

Einstein (Spike) hatte die schwerste Aufgabe von uns, ich mußte mich ja nur hinterher ziehen lassen!

Sieben Schenkel, sechs Winkel, vier Gegenstände – das sollte doch für einen von Herrchen ausgebildeten Fährtenhund kein Problem sein …oder?

Ein guter Ansatz (ja, ich weiß, dass das besser geht), Spike nimmt die Fährte auf und folgt ihr. Doch schon auf dem ersten Schenkel hebt er den Kopf! Ich bilde mir ein, die Welt bricht zusammen! Aber der „Junge“ sucht weiter. Winkel um 90° nach rechts, Spike kreiselt etwas – um nach vielleicht dreißig Schritten im Acker zu buddeln! Motte, hast Du ihm gezeigt, wie man auf der Fährte Mäuse frißt? Gott sei Dank, nach einem deutlichen „Such!“ geht er weiter. Mit abnehmender Kondition beginnt der Riese zu kämpfen. Die Gegenstände verweist er alle (den vorletzten allerdings im 90°-Winkel zum Fährtenverlauf) ordentlich. Die Winkel arbeitet er neuerdings nicht mehr sauber aus. Seit der Übungswoche überläuft unser „Winkelexperte“, der er mal war, diese recht gern!

Am vorletzten Gegenstand kann ich deutlich sehen, dass Spike konditionell ziemlich geschlaucht ist. Aber ab hier reißt er sich am Riemen und fährtet konzentriert bis zum Schluß!

Mit 84 Punkten hat er bestanden, ich bin mit Sicherheit der stolzeste Hundeführer des heutigen Tages!

Wir danken allen, die uns auf dem Weg zum FÄHRTENHUND unterstützt haben! Unser Riese hat es geschafft!!!

Frauchen, sei nicht traurig – wir sind im Herbst bei Deiner Fährtenprüfung auch dabei!

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