unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

06 – Juni 2012

Wer Feierlichkeiten vor sich hat, der kennt das Problem: Man schindet sich ab, damit die Gäste sich wohl fühlen. Wir planten es dieses Mal anders: Das Schnauzerrudel ging „onTour“! Weg vom Trubel, weg von allen Konventionen. Das Familienfest einzig als Rudelsause!

Am Sonntag ging es gegen 10:00 Uhr in die große weite Welt! Bantikow, ein kleines, nettes Dörfchen nördlich von Berlin (sehr, sehr nördlich!), hatten wir uns als Ziel auserkoren.

Gegen 14:00 Uhr erkunden die Hunde das Hotel. (Für Hundehalter wirklich optimal! Soll keine Werbung sein, aber es ist mit Sicherheit eine Empfehlung wert!) Spike ist wirklich sehr aufgeregt, Benny hingegen nimmt die ganze Angelegenheit sehr gelassen.

Nach dem Einräumen unseres Gepäcks (Frauchen eine normale Reisetasche; Herrchen einen kleinen, beinahe leeren Koffer; die Schnauzer einen v o l l e n  S e e s a c k!!!) unternahmen wir einen Erkundungsspaziergang am bzw. im See. Die große Freiheit wurde in vollen Zügen genossen. Tollen, Baden, Schnüffeln … das Leben kann so schön sein! Gegen  17:00 Uhr kommt Frauchens und Herrchens Wohlfühlprogramm: Ein Ölbad!  Die Hunde sind ganz allein in der unbekannten Umgebung. Benny kläfft, Spike jault gottserbärmlich … beide Hunde haben Stress, den man im wahrsten Sinne des Wortes riechen kann. Der angenehme Orangenduft des Bades ist dahin, wir müssen die Fenster weit öffnen!

Nach dem Hundeabendbrot unternehmen wir einen erneuten Spaziergang zum nahegelegenen Hotel am Untersee. Während des Essens benehmen sich die Schnauzer mustergültig.

Die Nacht verlief dann störungsfrei.

Montag:

6:15 Uhr war wecken (in Worten:viertel nach sechs bzw. viertel sieben; je nachdem wie man es mag). Hallo, das ist der Tag der Tage! Frauchen, die geborene Waldfee ist in ihrem Element, die Hunde sind fit, wie ein Zalando-Turnschuh, nur Herrchen weiss nicht, wie ihm geschieht! Wieso Wald, wieso Frischluft, wie komme ich hier her? Wald und  Wasser im Rudel genießen, Schnauzerherz, was willst du mehr. Wieder zurück im Hotel, empfängt uns Paula, die einjährige  Labradordame des Hauses. Hunde sind so leicht zufrieden zu stellen, allein um diese Zeit war die Lautstärke vielleicht etwas zu undezent.  Spike hinter Paula, Paula hinter Spike, Paula oben, Paula unten. Wenn sich Spike bei den freudigen Hundehaschspielen doch nicht immer so lautstark bemerkbar machen würde! Was solls, wenn Herrchen mitten in der Nacht munter sein muss, dann können die anderen Hotelgäste das auch! (So macht man sich echt Freunde! 👿 )

Nach dem Frühstück folgte der Besuch des bekannten Gestütes in Dosse. Für unsere Erwartungen waren zu wenig Pferde im Areal. Nach einer Stunde in sengender Hitze ist Benny fertig.

Benny

Also schloss sich ein kleiner Badeausflug in Stolpe an. Diese Erfrischung nahmen die Schnauzer gern an.

Nach Frauchen- und Herrchen-Massage, welche die Jungen diesmal ruhig abwarteten, ging es mit Fähre auf eine kleine Insel zum Kaffeetrinken. Benny ist kein Seehund, das Schaukeln gefiel ihm nicht. Zweimal die Fähre betreten ist für den kleinen Recken gleichbedeutend mit zweimal Nahtoderlebnis. Frauchens Fürsorge genießt der kleine Herzensbrecher in vollen Zügen. Zurück auf dem Festland, haben sich unsere Schnauzerjungen eine erneute Badeabkühlung verdient.

Das abschließende Abendbrot nahmen wir -ganz die harten Schnauzermenschen- auf einer sturmgepeitschten Terasse des Hotels ein. Unerklärlich, wie es dabei dem einen oder anderen echt leckeren Häppchen  gelang, in einem Schnauzermagen zu landen.

Jetzt sind wir wieder „daheeme“, die Schnauzer freuen sich über ihre gewohnte Umgebung und Frauchen hat bereits zum Arbeitseinsatz aufgerufen!

Es ist doch irgendwie schön, wenn alles wieder in den gewohnten Bahnen abläuft.

Fazit: Sind die Geschenke noch so klein (es gab wirklich ein Beißwurst für Spike als Geschenk), das Beste ist es im Rudel zu sein!

 

Nur gut, dass wir den Singular gewählt haben!

…, dass Frauchen’s aber auch nie die Schlafzimmertür schließen können!

Chronik