unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

07 – Juli 2012

Benny, der Sonnenschein, wurde am Freitag stilecht getrimmt. Die Groomerin, welche uns von Motte-Mutti empfohlen wurde,  hat eine tolle Arbeit geleistet!

Momentan beruflich und privat etwas gestresst, bleibt nicht viel Zeit um hier große Neuigkeiten zu verkünden. Wer Frauchen kennt, der weiß, dass wir uns trotz des Zeitdrucks sehr engagiert um unsere Schnauzer kümmern. Wir feierten unseren x-ten Hochzeitstag. Nach dem Abendessen in der Gaststätte „Pulverturm“ (echt eine Empfehlung!), hat es Frauchen tatsächlich fertig gebracht, kurz vor Einbruch der Dunkelheit mit ihren Männern eine ausgiebige Fahrradtour durch den Großen Garten zu veranstalten. Bei unserem Großen achtet sie auf das Risiko einer Magendrehung – und bei mir?

Als Appetizer hier nur einige Schnappschüsse:

Nach einem anstrengenden „Heimwerker-Sonnabend“ ( ein Sohnemann hat eine neue Wohnung, in der noch viel „Bastelei“ nötig ist), ermutigt mich Frauchen, mit den Hunden sofort noch eine „Gassi-Runde“ zu drehen, damit wir danach unsere Handwerkerwunden pflegen können. Ab einem gewissen Alter ist es halt nicht mehr so einfach, Schränke aufzubauen, Löcher in Prohliser Bunkerbeton zu bohren und Schränke in unvorstellbare Höhen zu schleppen.

 

Auf dem Weg zum „Großen Garten“ schwadronieren wir über den Ausbildungsstand unserer Hunde. Schutzdienst für Spike ja oder nein, schützt er doch mehr für Herrchen, als aus Freude am „Schutzdiensthelferknabbern“. Herrchen seinerseits schützt, damit Spike ausgelastet wird und irgend wann einmal eine Schutzdienstprüfung besteht. Ob sich Spike über die Eintragung in der Hundesportkartei dann wirklich mehr freut, als über einen leckeren Knochen, will ich hier nicht einschätzen!

 

Frauchen lässt sich in diesem Gespräch so weit ein, dass sie doch tatsächlich behauptet, Benny würde das Kommando „Voraus!“ besser umsetzen, als unser Riese! Einfach LÄCHERLICH!

In Erwartung eines erneuten Wettgewinnes biete ich ihr großzügig eine Demonstration mit Wetteinsatz an! Wenn Benny den Befehl fehlerfrei ausführt, habe ich die Wette verloren – ganz einfach:

Kommando „Voraus!“ – nach ca. 30 Schritten „Platz“ mit anschließendem Heranrufen und einem -wie auch immer gearteten- Vorsitzen. (Es war regnerisch, und da hat unser Mimöschen  Angst, es könne sich Hämorriden einfangen …deshalb „stehsitzt“ er immer mal wieder!)

 

Fair, wie wir „Großen“ sind, bleiben wir etwas zurück, damit Frauchen ihre Blamage nicht auf unsere Anwesenheit  schieben kann. In Gedanken spendiere ich dem „Kleinen“ schon mal eine kleine Wienerwurst, als Dankeschön für meinen bevorstehenden Genuss.

 

Mitten im Großen Garten ertönt Frauchens liebliches „Sitz!“. Genau so, wie auf dem Hundesportplatz nimmt Sie Bennys Lieblingsspielzeug heraus, zeigt es ihm und stiefelt voran. Hallo, Benny soll das Kommando ausführen, nicht Frauchen! Quietschend und den Zwerg „anspornend“, geht Sie weiter und tut so, als lege Sie das „dafür-würden-Zwerge-sterben“-Spielzeug  ab.

Mir wird schlecht!

Mit verstecktem Quietschuntier geht Sie siegessicher zu dem aufgeregt wartenden Zwergschnauzer zurück! Benny, mach jetzt bitte keinen Sch..ß! Ich will die Wette gewinnen! „VORAUS!“ Wie von einer Raketenabschussrampe losgelassen zischt der Zwerg schnurgerade nach vorn. „Platz!“ Naja, das mit dem vom Blitz gefällt sieht anders aus, aber trotz der Nässe liegt der kleine „Herrchenverräter“! Das Abrufen, mit quietschendem Gummimonster in der Hand, ist nicht mehr als der kinderleichte Abschluss einer 1-A-Demonstration.

 

Frauchen hat die Wette verdient gewonnen, sie ist mit Benny ein tolles Team. Da müssen Spike und ich anerkennend den beiden „Kleinen“ unsere Anerkennung und ich Frauchen eine Flasche Campari zollen!

Chronik