unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

05 – Mai 2013

Heute ist Spikes 5. Geburtstag. War es ein Omen oder einfach nur eine glückliche Fügung … seine von ihm über alles geliebte Züchterin war bei uns.
Nach den vielen Heimsuchungen unsererseits, ist es Gabi und Uwe endlich gelungen, sich für einen Besuch in Dresden frei zu nehmen.
Da es hier um die Schnauzer gehen soll, sei nur so viel erwähnt: Wir haben noch nie so angenehme, „auf einer Wellenlänge schwimmende“, Übernachtungsgäste bei uns gehabt. Das Verhältnis war einfach nur Freundschaft in seiner ursprünglichen Bedeutung.
Interessant und rührend war zu sehen, wie sehr Spike (Einstein) die Zuneigung seiner Züchterin suchte. Auch wenn Uwe und Gabi es nicht glauben wollen, so „aufgedreht“ haben wir mein Baby noch nie erlebt! Ja, er knaspert gern an den Armen seiner Lieben. Ja, er springt auch gern seine Sympathieträger an, um ihnen Auge in Auge zu zeigen, wie sehr er sie mag. Aber dass er bei Abwesenheit von Rudelfremden (Morgengassi mit Ghostbuster) wie von der Furie gehetzt nach diesen im Hause sucht, dass ist eine uns unbekannte Qualität.

Mein Hundesportverein in Weixdorf hatte ein Übungswochenede organisiert. Unterordnung, Schutzdienst und Fährtentraining.

Frauchen, war bei unserem Sohn, somit durfte Herrchen sich mit den Schnauzern ärgern. Ich muss -denke ich- nicht erwähnen, wer uns angemeldet hat.

Die Gründe, weshalb ich schon nach dem ersten Tag die Notbremse zog, gehören nicht hier her. Nur kurz, nach meinem ganz individuellen Empfinden, lag der Ausbildungs-Schwerpunkt nicht im Fährtenbereich. Danke den Organisatoren für den -bis auf das Fährten- tollen Tag: Ihr habe Euch wirklich Mühe gegeben!

Drei Männer allein zu Hause, das kann eine Chance sein. Also gingen wir am Samstag und Sonntag in die Fährte. Ein Acker war schnell gefunden und somit durften die Schnauzer ran. Während Benny am Freitag die Fährte nicht einmal ansatzweise laufen wollte, suchte er am Samstag FH-reif, um heute beinahe jeden Winkel zu ignorieren.

Einstein (Spike), der am Freitag toll suchte (bei ca. 1m hohem Gras nicht wirklich ein Kunststück), suchte gestern prüfungsreif auf von steinigem Acker, über Wiese bis hin zu Matschacker.
Heute zeigte er wieder, wie gern er sucht. Eine 2,5 Stunden alte Fährte auf Acker, mit mehreren spitzen Winkeln, einem Vollkreis als Winkel  und sich drei x selbst überschneidender Fährte, fehlte ihm am Ende der langen Strecke nur etwas Kondition. „Motte-Mutti“, die sich spontan dazu gesellt hatte, lobte meinen Fährtenhund, um danach in Frauchens Horn zu blasen: „Dein Hund muss nichts mehr lernen … aber Du!“

Ob sich die Frauen abgesprochen haben – oder liegt das in ihren Genen?

Chronik