unser Leben mit einem Zwerg- und Riesenschnauzer

Sonntag, den 24.08.:
Am 1.11. findet eine IPO-FH-Prüfung in Brandenburg statt. Wenn es Dienst, Einsteins Leistung und Herrchens Bequemlichkeit zulassen, wollen wir daran teilnehmen. Also ging es auf einen entfernt liegenden Acker (ca. 50 km vor den Toren Dresdens), um nach einer Odyssee  -Frauchen nannte diese Survivals-Tour in der Nähe von Nossen “eine kleine Gassirunde” mit dem Suchen und Finden zu starten.

Frauchen freute sich über die Suchleistung des Zwerges, Herrchen schwebte dank Spikes Suche im Siebenten Himmel. Harmonisch klang der Abend aus.

Montag:
Frauchen hört frühmorgens auf der Treppe ein Poltern. Alles klar, der Riese ist wieder einmal ungelenk die Holztreppe hinauf oder herabgestürzt. Beim morgendlichen Rudelbegrüßungsritual zieht Spike den rechten Hinterlauf deutlich hoch. So ein Mist aber auch!
Den konsultierten Tierarzt hätte er beinah “gefressen”! Wieder einmal erstaunt die Intelligenz der Hunde. Zweimal hat ihm dieser wirklich kompetente Arzt eine Kralle ohne Betäubung gezogen. Das ist fest eingebrannt in Einsteins Gedächtnis!

Diagnose: Dicke Pfote, wahrscheinlich Mittelzehe, keine Sehnenprobleme, Fraktur unwahrscheinlich.
Therapie: Spritze und Tabletten + “die Zeit heilt alle Wunden”. Spätestens am Freitag sollte der Riese wieder springen und rennen.

Freitag:
Wir gehen früh reklamieren, da Spike nicht einmal ansatzweise daran denkt, die Pfote zu belasten. Wie ein unglückliches Kind hadert er mit seinem Schicksal. Ohne das Erschrecken des Briefträgers, Spielen im Garten, ausgiebige Spaziergänge und Suchspiele in Haus und Garten ist das Leben einfach unerträglich!

Da Frauchen, in ihrer unendlichen Güte, die Hunde mit einem kräftigen Frühstück glücklich gemacht hatte, fiel das notwendige Röntgen aus (nach dem montäglichen Auftritt in der Tierarztpraxis wäre wohl das narkosefreie Röntgen deplatziert gewesen). Neue Spritze, weitere Tabletten und 85 € weniger, waren das ganze Ergebnis der zweiten Untersuchung.

Nachmittags quälten Frauchen Gewissensbisse. Ein Telefonat mit Spikes Züchterin hatte sie endgültig “weich geklopft”. Da es noch eine Tierklinik in Dresden gibt, die wir nicht kennen, machten wir uns zu eben dieser auf den Weg. (Die Hundesportfreunde schwärmen geradezu von dieser Einrichtung.)
Nach einer sich ewig hinziehenden Wartezeit, nahm uns ein freundlicher Arzt unter seine Fittiche.
Röntgen (ohne Narkose und ohne Spikes Einspruch) und die Diagnose: Abszess in der Wade. Selbst das (erfolglose, da nur Blut freisetzende) Punktieren (mit Herrchen und einem zufällig in den Behandlungsraum eintretenden Kollegen des behandelnden Arztes als Ballast über sich) ließ Spike weitgehend unkommentiert über sich ergehen. Dann bekam er einen Verband, der es in sich hatte. Dick, wie eine Keule, nahezu unzerbeißbar und stabil. Damit lief der Riese (zum Ärger von Frauchen nur kleinste Runden) immer besser bis zum gestrigen Sonntag.
Auf Grund starker Durchweichung nahmen wir Spike den Verband am Sonntag Nachmittag ab. Etwas weniger lauffreudig, etwas wehleidiger, aber vierpfotig – so stellt sich das aktuelle Krankheitsbild dar.

Spikefuss02 Spikefuss01

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